Wohngifte und Allergien – gesunde Raumluft für Kinder

Schadstoffe in der Wohnung sieht man nicht – spüren können empfindliche Kinder sie trotzdem. Wohngifte und Allergene können Atemwege und Haut reizen. Mit ein paar Maßnahmen sorgst Du für ein gesundes Raumklima. Hier erfährst Du, worauf es ankommt.

Wo Wohngifte und Allergene lauern

  • Ausdünstungen aus neuen Möbeln, Lacken und Bodenbelägen,
  • Schimmel in feuchten Ecken,
  • Hausstaubmilben in Matratzen, Teppichen und Polstern,
  • Tabakrauch – in Räumen mit Kindern grundsätzlich tabu.

So sorgst Du für gesunde Raumluft

Regelmäßiges Stoßlüften ist das A und O – es senkt Schadstoffe und Feuchtigkeit. Setze beim Einrichten auf emissionsarme, schadstoffgeprüfte Materialien, halte besonders das Kinderzimmer staubarm und wasche Bettwäsche regelmäßig heiß.

Wenn Allergien auftreten

Häufiges Niesen, gereizte Augen oder Hautausschläge können auf eine Allergie hindeuten. Beobachte, wann die Beschwerden auftreten, und lass sie bei Verdacht kinderärztlich abklären.

Häufige Frage

Wie oft sollte ich das Kinderzimmer lüften?

Mehrmals täglich kurz und kräftig stoßlüften – das ist wirksamer als ein dauerhaft gekipptes Fenster und beugt zugleich Schimmel vor.

Woran Du schadstoffarme Produkte erkennst

Beim Kauf von Möbeln, Matratzen, Farben und Bodenbelägen helfen Prüfzeichen mehr als Produktbeschreibungen. Der Blaue Engel ist das strengste verbreitete Umweltzeichen und begrenzt unter anderem Formaldehyd und Lösemittel. Öko-Tex Standard 100 steht für schadstoffgeprüfte Textilien und ist bei Matratzen, Bettwäsche und Vorhängen der übliche Anhalt. GS – Geprüfte Sicherheit deckt zusätzlich mechanische Sicherheit ab, was bei Kindermöbeln zählt.

Unabhängig vom Siegel gilt: Neue Möbel und frisch gestrichene Räume brauchen Zeit. Lass Neuanschaffungen einige Tage bei offenem Fenster ausdünsten, bevor sie ins Kinderzimmer kommen – der typische Neugeruch sind genau die Stoffe, die man dort nicht haben will.

Welche Luftfeuchtigkeit ist im Kinderzimmer richtig?

Vierzig bis sechzig Prozent. Darunter trocknen die Schleimhäute aus, darüber wächst Schimmel. Ein einfaches Hygrometer für wenige Euro zeigt zuverlässig, ob das Lüften ausreicht.

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