U7A – Die zusätzliche Untersuchung

Zwischen dem 34. und dem 36. Lebensmonat, also kurz vor dem dritten Geburtstag, steht mit der U7a eine Untersuchung an, die nicht in allen U-Heften zu finden ist. Für Kinderärzte ist dies jedoch kein Problem. Sollte in Eurem U-Heft die U7a als zusätzliche Untersuchung noch nicht eingetragen sein, erhaltet Ihr die Untersuchungsergebnisse auf einem extra Blatt, das in das U-Heft eingelegt werden kann. Eure Unterlagen sind dann also wieder vollständig.

 

Welche Merkmale bei der U7a untersucht werden

Die U7a ist eine optimale Gelegenheit, um die Kindergartenreife Deines Kindes zu prüfen. Bald schon kommt der Tag, an dem Du Deinen kleinen Schatz zum ersten Mal in einer KiTa abgeben wirst. Besorgte Mütter und Väter wenden sich vor dieser einschneidenden Veränderung häufig an ihren Kinderarzt, um mögliche Schwierigkeiten schon im Vorhinein klären zu können.

Der Kinderarzt wird sich die Geschlechtsorgane Deines Kindes genau ansehen und auch die inneren Organe gründlich abtasten. Es erfolgt eine Testung der Körperreflexe, um mögliche Nervenstörungen zu identifizieren. Zusätzlich widmet der Arzt auch den Sinneswahrnehmungen Hören und Sehen Aufmerksamkeit. Manche Kinder benötigen bereits kurz vor dem Kindergarten eine Brille oder ausgleichende Augenpflaster. Auch Wiegen und Messen steht bei der U7a erneut auf dem Plan.

In einem kleinen Gespräch oder über ein Frage-Antwort Spiel wird der Arzt zudem die Sprachentwicklung Deines Kindes testen. Hierbei findet er heraus, wie gut sich Dein Kind bereits mitteilen kann und ob es in der Lage ist, auf Anweisungen zu hören.

Ergeben sich bei der U7a Entwicklungsverzögerungen, so wird der Kinderarzt einen möglichen Therapiebedarf mit Dir besprechen. Es kann sein, dass manche Verzögerungen sich auf natürlichem Wege ausgleichen. Wiederum andere Kinder brauchen eine besondere Förderung, um eine altersgerechte Entwicklung gewährleisten zu können. Ist dies bei Deinem Kind der Fall, so ist dies keine Schande. Jeder Mensch folgt seinem eigenen Muster.

Auch Deine persönlichen Sorgen bezüglich der Kindesentwicklung oder des alltäglichen Lebens kannst Du bei der U7a ansprechen. Gerade das Trotzverhalten oder übermäßiges Klammern macht vielen Eltern während dieser Zeit große Probleme. Sicherlich wird Dein Kinderarzt Wege finden, Dich zu unterstützen und Deine Unsicherheiten zu lindern.

 

Impfungen während dieser Zeit

Auf dem Plan stehen bei der U7a keine Impfungen. Sollte der Kinderarzt jedoch eine nicht erledigte Teilimpfung feststellen, kann diese am Tag der Untersuchung nachgeholt werden.

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