Krabbeln – Auf allen Vieren durch die Welt

Baby krabbeltAuf dem Weg zum aufrechten Gang wird Dein Baby an einigen Stationen Halt machen. Auch das Krabbeln zählt zu den Vorstufen des Gehens, weswegen das Erreichen dieser Fähigkeit einen besonderen Triumph im Leben Deines Babys darstellt. Auch wenn es nicht so scheint, ist das Krabbeln für Dein Baby eine sehr komplexe Aufgabe, die es zunächst zu erforschen gilt. Gelingt die Fortbewegung dann immer besser, folgen bald schon die nächsten Schritte.

Die richtige Zeit für erste Krabbelversuche

Etwa zwischen einem halben Jahr und zehn Monaten wird Dein Baby mit dem Krabbeln beginnen. Dieses große Zeitfenster zeigt, wie unterschiedlich die Entwicklung bei Kindern verlaufen kann. Mache Dir also keine Sorgen, wen Dein Kleines eher spät mit dem Krabbeln beginnt. Es gibt Kinder, die in ihrem Leben nie krabbeln. Sie robben oder rollen lieber, bis sie sich irgendwann an den ersten Schritten versuchen. Auch dieser Entwicklungsweg ist vollkommen in Ordnung. Hauptsache, es geht voran! Es gibt keine vorgefertigte Route vom Baby zum Kleinkind. Lass Dein Kind ruhig selbst bestimmen, wie es seine Fähigkeiten ausbauen möchte.

Unternimmt Dein Kind auch im zehnten Monat keinerlei Versuche, sich fortzubewegen, sprich mit Deinem Kinderarzt. Er wird eine altersgerechte Entwicklung bei Deinem Baby kontrollieren und Dir hilfreiche Tipps geben können. Vergiss nicht, dass Du mit einem Frühchen auf manche Entwicklungsstadien etwas länger arten musst.

Wie das Krabbeln funktioniert

Die Voraussetzung für sicheres Krabbeln ist die Fähigkeit, ohne Schwierigkeiten zum Sitzen zu kommen. Der Gleichgewichtssinn Deines Babys spielt hierbei also eine wichtige Rolle. Auch die Muskulatur Deines Babys wird sich von Monat zu Monat kräftigen. Irgendwann wird es ihm dann gelingen, in den Vierfüßlerstand zu wechseln. Hier geht es dann noch nicht direkt los, denn zunächst muss die Balance auf Knien und Händen gefunden werden.

Erst wenn Dein Kind auf allen Vieren sicher stehen kann, wird es mit Fortbewegungsversuchen starten. Erst zögerlich und vielleicht auch ohne Erfolg, später jedoch mit wachsender Sicherheit wird es die Beine und Arme koordinieren können. Gelingen dann die ersten Bewegungen – egal ob vorwärts oder rückwärts – ist ein großer Lernerfolg geschafft!

In den kommenden Monaten wird Dein Kind immer flinker werden und bald schon mit dem Gehen und Stehen beginnen.

Wie Du Dein Kind unterstützen kannst

Du kannst die anstrengende Lernphase unterstützen, indem Du Dich aktiv mit Deinem Baby und seinen Krabbelversuchen beschäftigst. Setze Dich auf den Boden und ermutige Dein Kind, zu Dir zu kommen. Lobe es aber auch, wenn es „nur“ den Vierfüßlerstand geschafft hat. Dein Kind wird spüren, dass es sich auf Deine Unterstützung verlassen kann. Schon die ersten Krabbelversuche werden eine wichtige Übung in Sachen Frustrationstoleranz sein.

Krabbelt Dein Baby dann immer sicherer, überprüfe die Umgebung auf gefährliche Ecken. Steckdosen, Treppen und geöffnete Türen können zum Verletzungsrisiko werden. Je agiler Dein Kind wird, desto stärker solltest Du auf Kinderschutz in der Wohnung achten.

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