Kondom

In Sachen Familienplanung spielen Kondome eine wichtige Rolle. Vor allem dann, wenn du auf eine hormonelle Verhütung verzichten möchtest. Damit du dich rund um gut informiert fühlst, werden hier nun die wichtigsten Fragen rund um das Kondom beantwortet:

Was ist überhaupt ein Kondom?

viele Bunte Kondome

Eigentlich sollte jeder wissen, was es mit dem Kondom auf sich hat. Denn es schützt nicht nur vor ungewollten Schwangerschaften, sondern auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten. Das Kondom wird auch als Präservativ bezeichnet. Im Grunde genommen handelt es sich um eine hauchdünne Latexhülle, die über den steifen Penis gezogen wird. In der Regel sind Kondome zwischen 0,04 und 0,08 Millimeter dick. Damit sind sie deutlich dünner als menschliche Haut. Das Latex wird im übrigen aus dem Saft der Kautschukpflanze gewonnen.

Wie funktionieren Kondome?

Kondome sollen verhindern, dass Samenflüssigkeit und andere Körperflüssigkeiten zwischen Mann und Frau ausgetauscht werden können. Um die Spermien nach dem Erguss auffangen zu können, befindet sich an der Spitze des Kondoms ein sogenanntes Reservoir. Dort ist dann ausreichend Platz für die Samenflüssigkeit.

Wie benutzt man ein Kondom?

Infografik - Wie benutzt man ein Kondom
Zunächst muss du das Kondom natürlich aus der Verpackung nehmen. Hier musst du besonders gut aufpassen, damit du es nicht mit den Fingernägeln verletzt. Ein Kondom mit einem winzigen Haarriss ist nicht mehr sicher.

Dann setzt du das Kondom auf die steife Spitze vom Penis. Wichtig ist, dass du die Luft aus dem Reservoir drückst, um dort ausreichend Platz für die Samenflüssigkeit zu bieten. Dann das Kondom langsam nach unten rollen. Ob man die Vorhaut vorher herunterzieht oder dabei, bliebt jedem selber überlassen.

Worauf muss man besonders achten?

Wie schon eben kurz erwähnt, darf das Kondom beim Auspacken nicht beschädigt werden. Das gilt nicht nur für Fingernägel, sondern auch für Zähne, Piercings oder anderen Schmuck. Dann muss darauf geachtet werden, dass das Kondom richtig auf die Spitze gesetzt wird. Hat man es versehentlich verkehrt herum aufgesetzt, muss man ein neues verwenden. Denn jetzt können bereits aus den ersten Lusttropfen des Mannes Samen an der Außenhaut des Kondoms sitzen, welche im schlimmsten Fall zu einer Schwangerschaft führen könnten.

Der Zeitpunkt, wann das Kondom übergestreift werden sollte, ist bei einer zuverlässigen Verhütung enorm wichtig. Bereits in den ersten Tropfen können Samenzellen enthalten sein. Auch wenn es sehr unwahrscheinlich ist, so können diese dennoch zu einer Schwangerschaft führen, wenn sie in den direkten Kontakt mit der Schleimhaut der Vagina kommen.

Sobald also der Penis richtig steif ist, ist der Zeitpunkt für das Kondom gekommen.

Welche Größe ist die Richtige?

Viele beschäftigt diese Frage und das zu recht. Immerhin gibt es Kondome in unterschiedlichen Größen. Wer ein zu kleines Kondom verwendet, muss damit rechnen, dass es reißen könnte. Ist das Kondom zu groß, dann rutscht es einfach vom Penis herunter.

Daher hier nun für dich ein paar kleine Tipps, wie du die passende Größer ermitteln kannst:

Lege dazu einfach ein Maßband oder auch eine Schnur um den steifen Penis. Dann weißt du, wie groß der Umfang ist. Die Größenangaben auf den Kondomen wird immer in der Breite angegeben. Daher teile den Umfang einfach durch zwei und schon kennst du die richtige Größe.

Da sich der Penis im Laufe der Zeit noch verändert, solltest du die Größe hin und wieder überprüfen.

Wie sicher sind Kondome überhaupt?

Wenn du das Kondom richtig anwendest und dabei auch die richtige Größe beachtest, dann gehört das Kondom zu einer sicheren Verhütungsmethode. Der sogenannte Pearl Index liegt für das Kondom zwischen 2 bis 12. Eine ungewollte Schwangerschaft trotz Kondome kommt meist nur Zustande, weil es nicht sachgemäß verwendet wurde.

Wann kann ein Kondom reißen?

Viele befürchten, dass das Kondom reißen könnte. Doch das ist sehr unwahrscheinlich. Oftmals geschieht dies nur, wenn du ein zu kleines Kondom verwendest. Oder aber, wenn das Kondom beim Auspacken beschädigt wurde. Daher achte immer gut darauf, dass das Kondom in der richtigen Größe verwendet wird und mit ausreichender Vorsicht übergestreift wird.

Welche Vorteile und Nachteile gibt es bei Kondomen?

Ein großer Vorteil liegt darin, dass es sich hierbei nicht um eine hormonelle Verhütungsmethode handelt. Frauen, die eine hormonelle Verhütung, wie beispielsweise mit der Pille oder der Spirale nicht vertragen, profitieren von Kondomen.

Der einzige Nachteil liegt mit Sicherheit in der Zuverlässigkeit. Denn wird ein Kondom falsch angewandt, besteht stets ein Restrisiko, schwanger werden zu können. Viele fühlen sich zudem durch das Kondom im Liebesspiel gestört.

Aber mit ein wenig Fantasie können die dünnen Latexhüllen wunderbar in das Vorspiel mit einbezogen werden und schützen dann auch vor einer Schwangerschaft.

Kondome und Kinderwunsch

Wenn du dir nicht wirklich sicher bist, wann der richtige Zeitpunkt für ein Baby ist, sind Kondome ideal geeignet, wenn beispielsweise die hormonelle Verhütung zunächst abgesetzt wird. In den folgenden Monaten kann sich zunächst der Zyklus der Frau wieder ganz natürlich einspielen und die Gefahr, sofort nach dem Absetzen der Pille schwanger werden zu können, ist gebannt.

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