Wer sich ein Kind wünscht, beschäftigt sich oft zum ersten Mal genauer mit dem eigenen Zyklus und der Frage: Wann sind eigentlich die fruchtbaren Tage? Ein gutes Verständnis der Fruchtbarkeit hilft, dem Glück auf die Sprünge zu helfen. Hier bekommst Du einen Überblick.
Der Zyklus und die fruchtbaren Tage
Im Laufe eines Zyklus reift eine Eizelle heran und wird beim Eisprung freigesetzt. Rund um den Eisprung liegen die fruchtbaren Tage: Da Spermien mehrere Tage überleben können, umfasst das fruchtbare Fenster etwa die fünf Tage vor dem Eisprung und den Eisprungtag selbst.
Die fruchtbaren Tage bestimmen
Es gibt verschiedene Wege, den Eisprung einzugrenzen:
- der Eisprungkalender und der Zykluskalender auf Basis Deiner Zykluslänge,
- der Ovulationstest, der den Hormonanstieg misst,
- die symptothermale Methode mit Temperatur und Körperzeichen.
Was die Fruchtbarkeit beeinflusst
Alter, Gesundheit und Lebensstil spielen eine Rolle – bei beiden Partnern. Mit einigen einfachen Maßnahmen lässt sich die Fruchtbarkeit verbessern. Klappt es trotz Kinderwunsch über längere Zeit nicht, lohnt sich ein Blick auf das Thema Unfruchtbarkeit.
Häufige Frage
Wie lange dauert es im Schnitt, schwanger zu werden?
Bei vielen Paaren klappt es innerhalb des ersten halben bis ganzen Jahres. Das ist individuell sehr verschieden – Geduld gehört oft dazu.
Das verlässlichste Körperzeichen dafür ist der Zervixschleim.
Den Zervixschleim richtig deuten
Der Zervixschleim ist das aussagekräftigste Zeichen, das Du ohne Hilfsmittel beobachten kannst – und anders als die Temperatur zeigt er den Eisprung im Voraus an. Der Verlauf ist bei den meisten Frauen ähnlich: Nach der Regel ist es einige Tage trocken oder es zeigt sich nichts. Dann wird der Schleim zäh und weißlich-cremig. Je näher der Eisprung rückt, desto klarer, glasiger und dehnbarer wird er – die beste Beschreibung ist rohes Eiklar, das sich zwischen zwei Fingern zu einem Faden ziehen lässt.
Der letzte Tag mit dieser Beschaffenheit liegt sehr nah am Eisprung; die Tage davor gehören zu den fruchtbarsten überhaupt. Kurz danach wird der Schleim wieder dicker und undurchsichtig. Beobachtet wird beim Toilettengang, mehrmals täglich – nicht nur morgens. Ein bis zwei Zyklen genügen meist, um den eigenen Verlauf wiederzuerkennen.
Was, wenn ich gar keinen Schleim bemerke?
Das kommt vor und kann an der Beobachtung liegen, an der Einnahme bestimmter Medikamente oder an zu wenig Flüssigkeit. Auch nach dem Absetzen der Pille dauert es oft einige Zyklen, bis das Muster wieder klar erkennbar ist. Kombiniere in dieser Zeit mit der Temperaturmessung.
