Kennen und vorbeugen: Risiken während der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft ist ein besonderer Zustand für Deinen Körper. Immerhin beherbergt er für ganze 40 Wochen einen kleinen Menschen und versorgt ihn mit lebenswichtigen Dingen. Es wundert daher nur wenig, dass eine Schwangerschaft auch Risiken birgt. Nicht jedem Risiko kann vorgebeugt werden. Dennoch ist es wichtig, die Gefahren und Komplikationen zu kennen, um sie entsprechend behandeln zu können. Während manche Risiken einer Schwangerschaft zur Gefahr werden können, sind wiederum andere durch ärztliche Betreuung gut in den Griff zu bekommen.

Risiken, auf die Du keinen Einfluss hast

Etwa jede vierte bis fünfte Schwangere kommt während ihrer Schwangerschaft in Berührung mit Komplikationen. Dies sollte Dir jedoch keine Angst machen, sondern Dich vielmehr zur aktiven Beschäftigung mit Deinem Körper bringen. Immerhin kannst Du so manches Risiko durch richtiges Verhalten eindämmen. Gewisse Risiken und Gefahren lassen sich jedoch nicht einfach verhindern:

  • 20 Prozent aller Schwangerschaften enden mit einer Fehlgeburt. Dies ist besonders bei Schwangerschaften vor der 12. Woche der Fall. Dieses Risiko begleitet Frauen jeden Alters und jeder Herkunft gleichermaßen. Viele Frauen warten daher bis zur 12. Woche, bevor sie ihrem Arbeitgeber von der Schwangerschaft erzählen.
  • Eine Frühgeburt ist bei etwa jeder zehnten Schwangerschaft zu beobachten. Babys, die zu früh geboren werden, haben durch den medizinischen Fortschritt jedoch gute Chancen. Die Frage hierbei ist jedoch immer, wie früh in der Schwangerschaft die Geburt stattfindet.
  • Mögliche Fehlbildungen oder Behinderungen bei Deinem Kind werden häufig durch genetische Vorbelastung ausgelöst. Je älter eine schwangere Frau ist, desto größer ist außerdem das Risiko von Behinderungen wie dem Down Syndrom.
  • Krankheiten, die durch die Schwangerschaft ausgelöst werden, sind ebenfalls nicht selten. Schwangerschaftsdiabetes, das sich meist zum Ende der Schwangerschaft entwickelt, ist hier besonders oft zu sehen.

Es kommt bei den meisten Schwangerschafts Risiken vor allem auf ein schnelles Erkennen und Behandeln an. So lassen sich drohende Frühgeburten durch gezielte Behandlung im Krankenhaus noch ein wenig herauszögern. Den Kindern kann außerdem durch die Lungenreifungsspritzen der Weg in die Welt erleichtert werden. Du solltest daher die Vorsorgeuntersuchungen bei Deinem Arzt regelmäßig wahrnehmen. Nur er ist in der Lage, Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.

Besondere Risikofaktoren und was Du tun kannst

Es gibt Dinge, die Du während der Schwangerschaft unbedingt meiden solltest. Auch abseits der 40 Wochen sind die meisten dieser Faktoren gesundheitsschädlich. So solltest Du die Gesundheit Deines Kindes schützen, indem Du während der Schwangerschaft auf Rauchen, Alkohol und Drogenkonsum verzichtest. Auch der Kontakt mit schädlichen Stoffen sollte vermieden werden. Alleine durch den Verzicht auf diese Faktoren erhöhst Du die Wahrscheinlichkeit auf ein gesundes Kind immens.

Eine Frühgeburt und andere Komplikationen werden jedoch auch durch Stress ausgelöst. Entspannung solltest Du daher während der gesamten Schwangerschaft groß schreiben. Mache Dir immer bewusst, dass Dein Kind jede Deiner Emotionen mit Dir teilt. Zu großer Stress auf der Arbeit kann in manchen Fällen sogar ein Grund für ein Beschäftigungsverbot sein.

Befindest Du Dich während der Schwangerschaft wegen anderer Erkrankungen in ärztlicher Behandlung, achte stets auf die Eignung aller Medikamente. Manche Präparate stellen ein großes Risiko für die Unversehrtheit Deines Kindes dar. Dem behandelnden Arzt solltest Du daher stets von Deiner Schwangerschaft erzählen. Dies gilt insbesondere auch für Impfungen.

Bist Du ein Fan von körperlich extremen Sportarten, so solltest Du während der Schwangerschaft hierauf verzichten. Auch wenn das Kind in Deinem Körper gut geschützt ist, solltest Du durch angemessene Schonung für zusätzliche Sicherheit sorgen. Sportarten wie Walking oder Schwimmen sind für Schwangere gute und vor allem gesunde Alternativen. Auch schweres Heben ist während der Schwangerschaft nicht zu empfehlen.

Ein zusätzliches Risiko tritt auf den Plan, wenn Du Zwillinge (oder sogar mehr…) erwartest. Durch den geringeren Platz pro Kind in Deinem Bauch und den erhöhten Bedarf an Nährstoffen ist diese Schwangerschaft etwas komplizierter. Regelmäßige Betreuung durch Deinen Arzt hilft dabei, eine Mehrlingsschwangerschaft sicher zu überstehen.

Intensivere Betreuung zur Vorbeugung von Risiken wird außerdem gebraucht, wenn Du bereits älter als 35 Jahre bist. Die Wahrscheinlichkeit für auftretende Komplikationen steigt dann mit etwa 40 Jahren noch einmal an. Dein Arzt wird dies entsprechend wissen und Dich häufiger zu Kontrolluntersuchungen bitten.

Das Gleiche gilt, wenn Du in vergangenen Schwangerschaften bereits unter Komplikationen oder gar einer Fehlgeburt leiden musstest.

Das Risiko von Fehlbildungen und einer verfrühten Geburt kannst Du außerdem durch gesunde und ausgewogene Ernährung eindämmen. Verzichtest Du während der Schwangerschaft auf ungesunde Nahrungsmittel und nimmst wichtige Nährstoffe bewusst zu Dir, so unterstützt Du damit Dein Kind bei seiner Entwicklung optimal.

Auch Fernreisen in Länder mit weniger guter Gesundheitsversorgung oder gar schlimmen Infektionsrisiken solltest Du unbedingt unterlassen. Du gefährdest hierdurch nicht nur Dich, sondern auch Dein Baby. Alleine Langstreckenflüge erhöhen die Gefahr von Thrombosen deutlich.

Was Leichtfertigkeit bewirken kann

Manche Frauen, die ein Baby erwarten, sind wenig im Bilde über Risiken und Gefahren. Die Folgen von Rauchen und Alkoholkonsum werden hier häufig verharmlost. Schlimme Folgen für das Baby haben beide Risikofaktoren:

Mögliche Folgen von Rauchen in der Schwangerschaft

  • Hyperaktivität
  • Frühgeburten
  • Kleinwüchsigkeit
  • Ein zu niedriges Gewicht bei der Geburt
  • Immunschwäche

Mögliche Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft

  • Hyperaktivität
  • Wachstumsstörungen
  • Missbildungen des Körpers und des Gesichts
  • Geistige Behinderung
  • Nervliche Störungen
  • Motorische Einschränkungen
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