In der Schwangerschaft rückt die eigene Gesundheit ganz von selbst in den Mittelpunkt – schließlich geht es jetzt um zwei. Die gute Nachricht: Mit ein paar bewussten Entscheidungen tust Du Dir und Deinem Baby viel Gutes. Hier erfährst Du, worauf es ankommt.
Ausgewogene Ernährung statt „Essen für zwei“
Dein Körper braucht jetzt nicht doppelt so viele Kalorien, sondern vor allem die richtigen Nährstoffe – etwa Folsäure, Eisen, Jod und Omega-3-Fettsäuren. Wie Du Dich gut versorgst und welche Lebensmittel Du meiden solltest, liest Du im Ratgeber zur Ernährung in der Schwangerschaft.
Bewegung tut gut
Moderate Bewegung hält fit, beugt Beschwerden vor und hebt die Stimmung. Geeignet sind Spaziergänge, Schwimmen, Schwangerschaftsyoga oder spezielle Kurse. Verzichte auf Sportarten mit Sturz- und Verletzungsrisiko und höre auf die Signale Deines Körpers.
Was Du meiden solltest
- Alkohol und Nikotin: beide schaden dem Baby und sollten in der gesamten Schwangerschaft tabu sein.
- Medikamente: nimm nichts ohne ärztliche Rücksprache ein.
- Bestimmte Lebensmittel: rohes Fleisch, roher Fisch und Rohmilchprodukte können Infektionen übertragen.
Seele und Erholung nicht vergessen
Auch die mentale Gesundheit zählt. Gönn Dir Pausen, ausreichend Schlaf und bewusste Auszeiten – etwas Wellness hilft beim Entspannen. Bei anhaltender Niedergeschlagenheit sprich offen mit Deiner Hebamme oder Ärztin.
Regelmäßige Vorsorge
Die Vorsorgeuntersuchungen sind die beste Absicherung für eine gesunde Schwangerschaft. Sie erkennen mögliche Risiken frühzeitig und geben Dir Sicherheit.
Medikamente – wo Du verlässliche Auskunft bekommst
„Nichts ohne Rücksprache“ ist richtig, hilft aber wenig, wenn nachts der Kopf brummt. Für genau diese Fragen gibt es eine unabhängige, öffentlich finanzierte Auskunft: das Beratungszentrum für Embryonaltoxikologie der Berliner Charité, dessen Datenbank unter embryotox.de frei zugänglich ist. Dort steht zu Tausenden Wirkstoffen, was in Schwangerschaft und Stillzeit als erprobt gilt – deutlich belastbarer als der Beipackzettel, der aus Haftungsgründen fast immer abrät.
Als Faustregel: Bei Schmerzen und Fieber gilt Paracetamol in üblicher Dosierung als Mittel der Wahl; Ibuprofen ist im dritten Trimester ausdrücklich nicht geeignet, und Acetylsalicylsäure in Schmerzdosis ebenfalls nicht. Wichtig ist auch die Gegenrichtung: Chronische Erkrankungen wie Asthma, Epilepsie oder eine Schilddrüsenstörung gehören weiterbehandelt – ein eigenmächtiges Absetzen ist meist das größere Risiko.
Was tun, wenn ich vor der bekannten Schwangerschaft Medikamente genommen habe?
In den ersten etwa zwei Wochen nach der Befruchtung gilt weitgehend das Alles-oder-nichts-Prinzip. Sprich es bei der ersten Vorsorge an, statt Dich zu sorgen – in den allermeisten Fällen gibt es Entwarnung.
