Wehen auslösen

Frau liegt im Bett in den Wehen.

Manchmal könnte man meinen, Bauchbewohner wissen bereits vor ihrer Geburt, dass Mietwohnungen heut zu Tage immer teurer werden. Deswegen bleiben sie einfach ein paar Tage oder Wochen länger in ihrem sicheren zuhause.

Das Hotel Mama möchte aber doch irgendwann einmal seine Pforten schließen, deswegen bekommst du hier ein paar Tipps und Tricks, wie du Wehen schnell und einfach auslösen kannst.

Die Risiken beim Wehen auslösen

Gleich zu Anfang die Risiken, dass du nicht falsch machst. Besprich vorab unbedingt mit deinem Arzt oder deiner Hebamme, ab wann du mit den natürlichen Wehenmittel anfangen darfst. Wendest du manche Hausmittel zu früh an, kann es durchaus passieren, dass das Baby zu früh auf die Welt kommt und das wäre nicht der Sinn der Sache.

Wenn du die traute Zweisamkeit mit deinem Partner noch ordentlich genießen möchtest, kann es ferner vorkommen, dass gewisse Bewegungen die Wehen auslösen. Deswegen solltet ihr an diesem Punkt vorsichtig sein.

Bei Risikoschwangerschaften gibt dir der Arzt generell vorab Hinweise, was du in der Schwangerschaft unterlassen solltest. Bei Unsicherheiten immer dreimal nachfragen, statt einmal zu wenig. Sobald du das Ok bekommst, kannst du deine Wehen mit folgenden natürlichen Mitteln fördern

Massagen fördern die Wehen

Bauchmassagen regen die Gebärmutter an und sind deswegen am Ende der Schwangerschaft zu empfehlen. Du kannst entweder ein fertiges Öl kaufen oder selbst herstellen. Nimm dazu beispielsweise 10 ml. Mandelöl und jeweils zwei Löffel Eisenwurzel-, Zimt-, und Nelkenöl mischen. Damit wird der feuchte Bauch in kreisenden Bewegungen massiert. Nelken, Ingwer und Zimt sind generell Wehen förderlich. Deinem Bauchzwerg wird die Massage auch gefallen. Er wird noch mal so richtig verwöhnen lassen, bevor die Reise los geht.

Ein warmes Bad nehmen

Im warmen Wasser kannst du deine Wehen auch verstärken. Hier solltest du ferner Nelken,- Zimt-, oder Ingweröl verwenden, um eine optimale Wirkung zu erzielen. So löst du deine Wehen relativ schnell und sehr entspannend aus.

Noch einmal in die Kiste hüpfen

Geschlechtsverkehr rund um den Geburtstermin wird sogar von den Ärzten empfohlen, weil das Wehenhormon Oxytocin angeregt wird. Das mag auf den ersten Blick etwas komisch wirken, aber hat schon so manche Geburten eingeleitet.

Bewegung fördern die Wehen

Ständig auf der Couch liegen und Chips essen, ist nicht gerade förderlich. Wenn du möchtest, dass sich etwas tut, solltest auch du dich bewegen. Sehr hilfreich sind dabei leichte Gymnastik, Bauchtanzkurse, Spaziergehen und Schwangerschaftsyoga. Diese Sportarten sind ideal, wobei andere, leichte Sportarten ebenfalls sehr gut geeignet sind. Lediglich auf extreme Sportarten und Sportarten mit zu viel Bewegung wie beispielsweise Volleyball oder Fußball solltest du verzichten.

Spezielle Tees trinken, um die Wehen auszulösen

Nelken-, Zimt-, Ingwerwurzel,- und Eisenkrauttee sind ideal. Ebenso Verbenenkraut und Himbeerblättertee. Diese Teearten stimulieren die Gebärmutter Muskulatur und helfen häufig, um die Wehen einzuleiten.

Was tun, wenn dennoch nichts passiert?

Hausmittel helfen in vielen Fällen, doch in manchen tut sich leider nichts. In dem Fall bleibt dir nichts übrig als abwarten oder eine richtige Geburtseinleitung in Anspruch zu nehmen.

Bist du schon einige Tage über deinem Termin, werden die Wehen meist vom Arzt oder von der Hebamme eingeleitet, weil das Baby sonst zu groß wird. Es kommt aber generell darauf an, wie es dem Bauchbewohner und dir geht.

Besteht noch kein Risiko, kann es auch noch ein Weilchen länger im Bauch verweilen, aber in der Regel holen sie es doch bald raus, weil es für die Mutter täglich anstrengender wird.

Welche Wehenauslöser gibt es über die natürlichen Mittel hinaus?

Der künstliche Blasensprung

Diese Methode wird dann angewendet, wenn du bereits Wehen hast, aber die Geburt nicht wirklich vorangehen mag. Die Fruchtblase wird geöffnet, sodass das Baby weiter nach unten ins Becken rutschen kann. Somit drückt es gegen den Muttermund und dieser öffnet sich schneller.

Wichtig, das Baby muss nach dem Blasensprung nach 24 Stunden auf die Welt kommen, weil es sonst zu Komplikationen kommen kann.

Rizinus-Cocktail als Wehenauslöser

Frauen, die bereits Kinder geboren haben, bekommen häufig einen Rizinus Cocktail, um die Geburt einzuleiten. Dieses ist ziemlich stark und darf auf keinen Fall zu Hause ohne Aufsicht oder gar zuhause eingenommen werden. Die Wehen können dabei heftig und sehr schmerzhaft sein. Bei Erstgebärenden kann so ein Cocktail auch ein Risiko für Kind und Mutter bedeuten und sollte deshalb nicht unbedingt verwendet werden.

Hormone für rasche Wehen

Häufig werden Hormone wie Prostaglandine verabreicht, um die Geburt zu beschleunigen. Diese gibt es in Tabletten,- Zäpfchen,- oder Gelform. Manche Frauen reagieren darauf, andere überhaupt nicht.

Oxytoxin Infusion

Ärzte können eine Infusion verordnen, wenn sich der Muttermund bereits geöffnet hat und somit die Wehen im Handumdrehen auslösen.

Der Kaiserschnitt als Alternative

Wenn alles nichts hilft und das Kind auf natürliche Weise nicht auf die Welt kommen möchte, wird im Regelfall ein Kaiserschnitt durchgeführt. In der Regel kommt es nach spätestens 48 Stunden zu einem Kaiserschnitt, wenn die anderen Geburtseinleitungen nicht helfen.

Nebenwirkungen und Risiken einer Geburtseinleitung

Egal ob du Hausmitteln verwendest oder dir Tabletten geben lässt. Eine eingeleitete Geburt ist meist mit stärkeren Schmerzen verbunden als ohne, weil die Entbindung häufig schneller verläuft, aber dafür um einiges anstrengender ist. Deswegen solltest du Geduld aufbringen und wenn es medizinisch keine Notwendigkeit gibt, die paar Tage noch abwarten.

Dein Baby möchte dann auf die Welt kommen, wenn es soweit ist. Wenn du ihm die Zeit gibst, wird es im Endeffekt auch bei der Geburt mithelfen und dir weniger Schmerzen bereiten. Garantien gibt es natürlich keine, weil jede Entbindung unterschiedlich ist.

Natürliche Methoden sind aber immer die besten. Der Stress rund herum, sorgt meist für Komplikationen und jede Menge Schmerzen, die nicht sein müssten. Deswegen bleib ruhig und entspanne dich, – auch ein Trick der gut funktioniert.

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