Die Temperaturkurve und Basaltemperaturmethode – Mit Thermometer zum Baby

Die Erstellung einer Temperaturkurve zählt eigentlich zu den Verhütungsmethoden. Da sich die Erkenntnisse dieser Methode jedoch auf das genaue Finden der fruchtbaren Tage konzentrieren, kannst Du sie für Deinen Kinderwunsch optimal nutzen. Deine Körpertemperatur steht bei der Basaltemperatur Methode im Mittelpunkt. Sie zeigt Dir den Zeitpunkt Deines Eisprungs an, benötigt jedoch einige Erfahrung zur genauen Analyse. Mit etwas Geduld kannst Du jedoch schon bald feststellen, wann Dein Partner und Du besonders fleißig üben solltet.

Wie die Basaltemperatur Methode funktioniert

Bei der Basaltemperatur Methode lässt Du während Deines Zyklus eine Temperaturkurve entstehen. Es gibt Zykluscomputer, die diese Aufgabe für Dich übernehmen. Da diese jedoch oft sehr teuer sind, ist das Arbeiten mit Zyklusblatt und Thermometer eine günstige Alternative.

Jeden Morgen vor dem Aufstehen misst Du mit einem Thermometer Deine Körpertemperatur. Die Temperatur sollte entweder über den Mund, die Scheide oder im Po gemessen werden. In einen Kalender trägst Du dann die Temperatur ein. Besonders anschaulich wird die Temperaturkurve, wenn Du ein Koordinatensystem erstellst, in dem Du die einzelnen Messwerte als Punkte miteinander verbindest.

Vom ersten Tag Deiner Periode bis zur nächsten Periode verläuft schon nach dem ersten Monat Deine individuelle Temperaturkurve.

Wie Du die Temperaturkurve auswertest

Die Temperaturkurve zeigt die unfruchtbaren Tage nach dem Eisprung an, da sich die Temperatur dann erhöht. Direkt nach dem Eisprung steigt Deine Körpertemperatur um etwa 0,2 Grad an und bleibt bis zu deiner Periode in diesem Bereich. Du kannst mit einem regelmäßigen Zyklus und den Temperaturkurven einiger Monate also recht genau erkennen, wann Dein Eisprung stattfinden wird. Die Temperaturerhöhung bestätigt Deine Vermutung dann Monat für Monat.

Die fruchtbaren Tage errechnest Du anhand deiner bisherigen Temperaturkurven. Fünf Tage vor dem Temperaturanstieg bist Du besonders fruchtbar. Auch nach dem Anstieg hast Du noch etwa drei Tage lang gute Chancen auf eine Schwangerschaft. Die Zeit hilft Dir außerdem bei der Interpretation der Temperaturkurve. Ungefähr 14 Tage nach dem ersten Tag Deiner Periode ist der frühestmögliche Zeitpunkt eines Temperaturanstiegs. Dies setzt jedoch einen regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen voraus. Ist Dein Zyklus kürzer oder länger, verschiebt sich dieser frühestmögliche Zeitpunkt um die Differenz nach vorne oder hinten.
Beispiel:
Eine Zykluslänge von 22 Tagen setzt den frühestmöglichen Temperaturanstieg auf den achten Tag Deines Zyklus. Bei einer Länge von 30 Tagen liegt dieser Zeitpunkt auf dem 16. Tag.

Vor- und Nachteile der Basaltemperatur Methode

Die Basaltemperaturmethode ist kostenlos und leicht durchführbar. Für Frauen, die sich während der Kinderwunschzeit eine sinnvolle Unterstützung wünschen, ist die Basaltemperatur Methode daher gut geeignet.

Zur Verhütung angewendet kann die Basaltemperatur Methode jedoch Unsicherheiten zeigen. Krankheit oder auch Stress verändern die Temperaturkurve und machen eine genaue Analyse nicht mehr möglich.

Für wen sich die Temperaturkurve eignet

Frauen, die den Zeitpunkt ihres Eisprungs herausfinden möchten, sind mit der Basaltemperatur Methode gut beraten. Geduld und Sorgfalt sind Voraussetzung für das Gelingen dieser Methode. Außerdem ist es für eine sichere Analyse von Vorteil, wenn Du einen regelmäßigen Zyklus hast.

Es gibt Faktoren, die die Basaltemperaturmethode ungeeignet werden lassen. Schichtdienst beispielsweise lässt diese Methode deutlich ungenauer ausfallen. Auch der regelmäßige Konsum von Alkohol oder Schmerzmitteln verändert die Körpertemperatur nachhaltig und lässt keine sichere Analyse mehr zu.

Die Zuverlässigkeit der Basaltemperatur Methode

Wird diese Methode zur Verhütung angewendet, so hat sie einen Pearl Index von etwa 0,8 bis 3. So sollten Frauen, die auf keinen Fall schwanger werden möchten, diese Methode nicht zur Verhütung anwenden. Auch schützt die Basaltemperaturmethode selbstverständlich nicht vor Geschlechtskrankheiten.

Um die Chancen auf eine Schwangerschaft zu erhöhen, eignet sich die Temperaturkurve recht gut. Frauen, die sich mit ihrem Zyklus beschäftigen möchten und ihren Eisprung abschätzen wollen, sind mit dieser Methode auf einem guten Weg. Fakt ist jedoch, dass die Basaltemperatur Methode weniger zuverlässig als die symptothermale Methode ist, bei der zusätzliche Körpersignale ausgewertet werden.

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