Impfkalender – Der wichtigste Schutz ist die Vorsorge

Schon in recht jungem Alter werden Babys heute gegen diverse Krankheiten geimpft. Viele Eltern fühlen sich jedoch verunsichert von Medien und Meinungen, die sowohl die positiven als auch die negativen Seiten des Impfens immer mehr verschwimmen lassen. Ginge es nach strikten Impfgegnern, so würde heute kein Kind mehr geimpft werden, da die Impfstoffe etliche Gefahren in sich bergen.

Fakt ist jedoch, dass die Krankheiten, gegen die heute geimpft wird, zu einem Risiko für die Gesundheit Deines Kindes werden können. Manche Krankheit bestimmt sogar über Leben und Tod. Bevor Du Dich also der Impfgegnerschaft anschließt, solltest Du das Für und Wider im Thema Impfen sehr genau unter die Lupe nehmen. Nicht jede negative Meldung ist tatsächlich in Zusammenhang mit Impfungen zu bringen. Viel besorgniserregener ist der Umstand, dass es heute wieder zu Ausbrüchen von Krankheiten kommt, die längst schon unter Kontrolle waren. Die Verbreiter dieser Krankheiten wie beispielsweise Masern: Ungeimpfte Kinder.

Der Impfplan der Ständigen Impfkommission zeigt die empfohlene Impfroutine für Dein Kind. Besonders in den ersten Lebensjahren wird recht häufig geimpft, während sich die Impfhäufigkeit später deutlich verringert.

Rotaviren

Rotaviren sind die ersten Viren, gegen die Dein Kind in seinem Leben geimpft wird. Die erste von drei Teilimpfungen wird bereits bei der vollendeten sechsten Lebenswoche verabreicht. In einem Abstand von etwa vier Wochen folgen dann Impfung Nummer zwei und drei.

Diphterie, Tetanus, Hepatitis B, Keuchhusten, Kinderlähmung und Hib

Die Grundimmunisierung gegen eine Vielzahl von Krankheiten, nämlich Diphterie, Tetanus, Hepatitis B, Keuchhusten, Kinderlähmung und Hib erfolgt in vier Teilimpfungen. Hierfür wird in der Regel ein Kombinationsimpfstoff verwendet. Die erste Gabe wird mit dem vollendeten zweiten Lebensmonat verabreicht. Im dritten und vierten Monat folgen zwei weitere Impfungen, während die vierte Teilgabe erst zwischen dem elften und dem 14. Monat auf den Plan tritt. Zusätzlich gibt es eine Auffrischimpfung für Tetanus, Diphterie und Keuchhusten zwischen dem fünften und sechsten Geburtstag und eine weitere Auffrischimpfung gegen Tetanus, Diphterie, Keuchhusten und Kinderlähmung zwischen neun und 17 Jahren.

Pneumokokken

Gemeinsam mit dem bereits erwähnten Kombinationsimpfstoff wird Dein Kind in vier Teilgaben gegen Pneumokokken geimpft.

Masern, Mumps, Windpocken und Röteln

Mit Masern, Mumps, Windpocken und Röteln wird das erste Mal mit etwa einem Jahr geimpft. Die zweite Teilgabe erfolgt zwischen 15 und 23 Monaten. Möglich ist eine weitere Impfung gegen Windpocken in einem Alter zwischen neun und 17.

Meningokokken C

Die Meningokokken C Impfung erfolgt in einer Gabe ab dem ersten Geburtstag.

HPV

Wichtig für Dich als Mutter eines Mädchens ist auch die HPV Impfung. Sie erfolgt zwischen 12 und 17 Jahren.

Impfen oder nicht?

Bei der Beantwortung dieser wichtigen Frage helfen soll die folgende Auflistung der Krankheiten, gegen die Du Dein Kind impfen lassen kannst. Führe Dir die Auswirkungen all dieser Erkrankungen einmal genau vor Sugen, bevor Du Dich gegen die Gabe eines Impfstoffes entscheidest.

Kinderkrankheiten gegen die geimpft werden kann

Diphterie

Was mit Halsschmerzen beginnt, führt im weiteren Verlauf zu dicken Belägen im Hals. Diese behindern die Atmung in einem extremen Maß und können zu Erstickung führen. Die Gifte, die die Bakterien ausschütten, schädigen außerdem das Muskelgewebe, die Nieren, das Nervensystem und die Blutgefäße. Nach überstandener Erkrankung haben Betroffene oft mit Behinderungen oder starken Einschränkungen zu kämpfen.

Tetanus

Die starken und schmerzhaften Muskelkrämpfe sind typisch für Tetanus. Da auch die Atmung hiervon betroffen sein kann, zeigt Tetanus eine Sterblichkeitsrate von etwa 30 Prozent.

Keuchhusten

Zunächst beginnt der Keuchhusten als gewöhnliche Erkältung, steigert sich aufgrund von Bakteriengiften jedoch ins Extreme. Hustenanfälle, Erstickungsgefahr und Erbrechen sind die Folge.

Hib (Hämophilus influenzae b)

Gegen Hib wird vor allem wegen der hohen Gefahr einer Hirnhautenzündung geimpft. Entwickelt sich durch diesen Erreger eine Meningitis, so liegt die Sterblichkeit der Patienten zwischen sechzig und neunzig Prozent.

Kinderlähmung

Hierbei handelt es sich um einen Virus, der über das Rückenmark für Lähmungen der Extremitäten sorgt. Diese Lähmungen bleiben oft ein Leben lang erhalten und führen zu entsprechend starken Behinderungen.

Hepatitis B

Die Hepatitis B äußert sich in einer Leberentzündung und kann chronisch werden. Diese Leberentzündung führt zu großen körperlichen Beeinträchtigungen, die ein normales Leben oft unmöglich machen.

Masern

Die Masern wirken sich häufig nicht nur auf Lunge und Ohren aus, sondern betreffen im Schlimmstfall auch das Gehirn. Geistige Behinderungen, Taubheit oder auch der Tod sind mögliche Folgen.

Mumps

Mumps führt oft zu einer Entzündung der Hirnhaut. Auch Eierstöcke und Hoden können durch Mumps in Mitleidenschaft gezogen werden. Es kann hierdurch zu Unfruchtbarkeit kommen.

Röteln

Die Röteln sind vor allem in der Schwangerschaft gefährlich, da sie die Wahrscheinlichkeit einer Fehlgeburt stark erhöhen.

Windpocken

Gegen Windpocken wurde nicht immer geimpft. Da sich diese Krankheit jedoch nachgewiesenermaßen stark auf das Gleichgewicht auswirkt, wird zu einer Impfung geraten. Schwangere, die sich mit Windpocken infizieren, müssen Fehlbildungen bei ihrem ungeborenen Kind fürchten.

Pneumokokken

Die Pneumokokken befallen Lunge, Gehirn, Kiefer und auch das Mittelohr in Form einer bakteriellen Infektion. Die Gefahr einer tödlichen Blutvergiftung ist bei diesem Erreger besonders hoch.

HPV (Humane Papillomaviren)

Eine Infektion mit den Humanen Papillomaviren kann die Wahrscheinlich von Gebärmutterhalskrebs stark erhöhen. Gerade junge Mädchen sollten sich daher noch vor dem ersten Mal impfen lassen, denn der Übertragungsweg ist Geschlechtsverkehr.

 

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