Erziehung – „Aus dir soll mal etwas werden!“

Eltern stehen heute an vielen Punkten unter Druck. Längst schon gibt es in der Erziehung viele Stilrichtungen, denen Elternpaare entweder angehören oder sich von ihnen distanzieren können. Es ist gar zu beobachten, dass sich regelrechte „Erziehungslager“ bilden, die sich miteinander nur mäßig gut vertragen. Unterm Strich jedoch ist die Kindererziehung ein sehr persönliches Feld, in das sich niemand so gerne hineinreden lässt. Dennoch geraten Eltern häufig an Punkte, bei denen sie sich unsicher sind und einen guten Rat nicht ausschlagen würden.

Welcher Erziehungsstil passt zu mir?

In welcher Form Du Dein Kind groß ziehen möchtest, obliegt ganz dir. Während manche Eltern ihren Kindern durch antiautoritäre Erziehung mit möglichst großer Freiheit aufwachsen lassen, sind wieder andere strikte Verfolger des autoritären Erziehungsstils. Ob nun eine bestimmte Form der Kindererziehung die bessere ist und unter welcher Form Kinder tatsächlich am besten aufwachsen, ist nicht geklärt. Für Dich und Dein Kind sollte sich Erziehung jedoch nur eines: Richtig anfühlen. Lass Dich daher von äußeren Einflüssen nicht unter Druck setzen und gestalte das Leben Deiner Familie frei nach Deinen Vorstellungen. Wichtig ist nur, dass Dein Kind durch Deine Erziehung das Leben in der Gesellschaft mit ihren moralischen, ethischen und ästhetischen Vorstellungen meistern kann.

Erziehung beruht auf Gegenseitigkeit

Damit Erziehung gelingt, sind nicht etwa besonders harte Geschütze notwendig. Oft wirst Du mit sanftem Schieben in die richtige Richtung mehr erreichen, als mit extremem Druck. Auch Kinder sperren sich gegen allzu harsches Vorgehen, was ohnehin schwierige Situationen noch komplizierter werden lässt. Versuche auch, wichtige Dinge von Deinem Kind zu lernen. Gerade Geduld und Verständnis sind Dinge, die es für eine gesunde und gute Erziehung aufzubringen gilt.

Gewalt in der Erziehung ist ein Tabu

Vor vielen Jahren noch war der „Klaps“ auf den Po oder gar auf den Hinterkopf eine gängige und anerkannte Erziehungsmethode. Dass jedoch auch solch kleine „Ausrutscher“ zur Gewalt gegen Kinder zählen, solltest Du Dir unbedingt zu Herzen nehmen. Eltern, die ihre Hand gegen ihre Kinder erheben, schädigen deren Seele dauerhaft und nutzen Angst als Erziehungsmittel. Keineswegs jedoch sollte dieses Gefühl zum Familienleben gehören.

Konsequenz schafft Vertrauen

In der Kindererziehung ist besonders konsequentes Verhalten wichtig, um dauerhaft erfolgreich zu sein. Zunächst mag es sich für Dich seltsam anfühlen, Deinem Kind seine Grenzen in aller Konsequenz aufzuzeigen, letztlich jedoch schaffst Du genau hierdurch Sicherheit. Kinder testen in ihrem Leben und während diverser Phasen immer wieder ihre Grenzen und deren Haltbarkeit aus. Als Elternteil ist es Deine Aufgabe, diese Grenzen und Regeln so fest stehen zu lassen wie das berühmte „Amen in der Kirche“. Das Austesten von Grenzen nämlich ist nichts anderes als ein Test Deiner Verlässlichkeit.

Eltern, die ihrem Kind also in aller Konsequenz (aber dennoch liebevoll) begegnen, geben ihrem Kind Halt im Leben und verbessern so die Eltern-Kind Bindung. Auch wenn Dein Kind manchmal wütend auf Dich sein wird und Dich als böse oder gemein bezeichnet, so wird es dennoch von Deiner konsequenten Erziehung profitieren.

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