Eine Fehlgeburt ist für die meisten Frauen und Paare ein einschneidendes, schmerzhaftes Erlebnis. Sie ist häufiger, als viele denken – und in den allermeisten Fällen trägt niemand die Schuld daran. Hier findest Du verlässliche Informationen zu Ursachen, Anzeichen und dem Weg danach.
Wie häufig sind Fehlgeburten?
Schätzungen zufolge enden etwa 10 bis 15 Prozent der bekannten Schwangerschaften in einer Fehlgeburt – die meisten davon im ersten Trimester. Die Zahl wirkt hoch, zeigt aber auch: Du bist mit dieser Erfahrung nicht allein.
Welche Ursachen gibt es?
In den frühen Wochen sind meist Chromosomenfehler die Ursache – also zufällige Fehler bei der Zellteilung, die nicht beeinflussbar sind. Weitere mögliche Gründe sind hormonelle Faktoren, Auffälligkeiten der Gebärmutter oder bestimmte Erkrankungen. Wichtig zu wissen: Alltägliche Dinge wie Sport, Stress oder Geschlechtsverkehr lösen keine Fehlgeburt aus.
Mögliche Anzeichen
Anzeichen können Blutungen, krampfartige Schmerzen oder das plötzliche Nachlassen von Schwangerschaftssymptomen sein. Manchmal wird eine Fehlgeburt aber auch erst bei einer Untersuchung festgestellt, ohne dass Du etwas bemerkt hast. Bei Blutungen solltest Du immer ärztlichen Rat einholen.
Der Weg danach
Nach einer Fehlgeburt brauchst Du Zeit – körperlich und seelisch. Scheue Dich nicht, Unterstützung anzunehmen, etwa durch Deine Hebamme, Ärztin oder spezielle Beratungsstellen. Seit Juni 2025 haben Frauen außerdem ab der 13. Schwangerschaftswoche Anspruch auf Mutterschutz nach einer Fehlgeburt.
Wieder schwanger werden
Eine Fehlgeburt bedeutet in den meisten Fällen nicht, dass es beim nächsten Mal wieder dazu kommt. Die Chancen auf eine spätere gesunde Schwangerschaft stehen gut. Wann ein neuer Versuch sinnvoll ist, besprichst Du am besten mit Deiner Ärztin.
Häufige Frage
Habe ich etwas falsch gemacht?
Nein. Frühe Fehlgeburten sind fast immer Folge nicht beeinflussbarer Ursachen. Dich trifft keine Schuld.