Kaum ist Dein Baby da, wartet schon der Papierkram: Anträge, Urkunden, Anmeldungen. So lästig das klingt – mit einer Checkliste und der richtigen Reihenfolge ist alles schnell erledigt. Hier erfährst Du, welche Behördengänge nach der Geburt anstehen und worauf Du achten solltest.
Die wichtigsten Dokumente gleich zu Beginn
- Geburtsurkunde: Sie wird beim Standesamt des Geburtsorts beantragt – oft erledigt das die Klinik vor. Beantrage gleich mehrere beglaubigte Exemplare, denn fast jede weitere Stelle verlangt eine.
- Geburtsanzeige: Die Geburt muss dem Standesamt innerhalb einer Woche gemeldet werden.
- Vaterschaftsanerkennung und Sorgerecht: bei unverheirateten Eltern wichtig – am besten schon vor der Geburt beim Jugendamt oder Standesamt klären.
Finanzielle Leistungen beantragen
Mit der Geburtsurkunde in der Hand kannst Du die wichtigsten Leistungen beantragen:
- Kindergeld bei der Familienkasse,
- Elterngeld bei der Elterngeldstelle (rückwirkend nur für drei Monate!),
- ggf. den Kinderzuschlag bei kleinem Einkommen.
Versicherung und Co.
Melde Dein Baby zügig bei der Krankenversicherung an (Familienversicherung). Informiere außerdem Deinen Arbeitgeber und denke an die Anmeldung der Elternzeit sowie – falls vorhanden – an die Aufnahme in private Versicherungen.
Tipp: Sammelmappe anlegen
Leg Dir eine Mappe mit allen Urkunden, Anträgen und Nachweisen an. So hast Du im Behörden-Marathon alles griffbereit und verlierst keine Frist aus dem Blick.
Häufige Frage
Wie viele Geburtsurkunden brauche ich?
Mindestens drei bis fünf beglaubigte Exemplare – für Kindergeld, Elterngeld, Krankenkasse und Co. Sie direkt zusammen zu beantragen ist günstiger und spart spätere Wege.