7. Monat – 25.-28. SSW

Siebter Monat – Es wird beschwerlicher

Entwicklung bei Mama

Rasant wird Dir das Wachstum Deines Babybauchs nun vorkommen. Auch die Haut spannt sich immer stärker, weswegen leichte Schwangerschaftsstreifen auftreten können. Du kannst die Spannung der Haut durch sanfte Massagen mit einem Hautöl verringern. Auch Juckreiz ist im Rahmen des Möglichen und kann durch eine gesteigerte Feuchtigkeitsversorgung gelindert werden.

Es beginnt für Dich nun eine etwas beschwerlichere Zeit. Mit knapp sieben Kilo mehr auf der Waage und einem immer ausladenderen Bauch wirst Du Dich in Deiner Bewegung zunehmend eingeschränkter fühlen. Körperteile, die ebenfalls unter der verstärkten Belastung ächzen, sind Rücken und Knie. Durch die Lockerung des Bindegewebes wird Deine Wirbelsäule immer stärker in Hohlkreuzhaltung gehen, was zu Verspannungen und Schmerzen führen kann. Die Knie können aufgrund der höheren Gewichtsbelastung schmerzen und sollten häufiger einmal hochgelegt werden.

Die Gebärmutter leistet große Dinge im siebten Monat. Es kann sein, dass Du daher zwischendurch immer mal ein Ziehen oder Drücken verspürst. Wird der Bauch zwischendurch hart und dies in regelmäßigen Abständen, solltest Du unbedingt Deinen Frauenarzt aufsuchen, um mögliche Frühwehen zu erkennen und zu behandeln.

Die Beschwerden Deines Bewegungsapparates kannst Du in diesem Stadium der Schwangerschaft besonders gut im Schwimmbad vergessen. Das Wasser umgibt Dich sanft und gibt Dir ein federleichtes Gefühl. Sprich vor dem ersten Schwimmbadbesuch ruhig mit Deinem Frauenarzt, um eine aufsteigende Infektion zu verhindern. Im Grunde ist der Muttermund in dieser Zeit noch fest verschlossen. Sollte es jedoch Grund zur Vorsicht geben, wird Dein Arzt Dir Tipps nennen können, wie Du Dich zusätzlich schützen kannst. Allgemein ist das Schwimmen in der Schwangerschaft jedoch kein Risikofaktor, sondern eine echte Wohltat.

Der Geburtsvorbereitungskurs

Der siebte Monat ist die optimale Zeit, um einen Geburtsvorbereitungskurs zu beginnen. Schaue Dich bei Hebammen oder auch in Deiner Entbindungsklinik (falls bereits ausgewählt) um und melde Dich dort an, wo Du Dich am wohlsten fühlst. Auch Dein Partner kann an manchen Geburtsvorbereitungskursen teilnehmen und sich gemeinsam mit Dir auf dieses besondere Erlebnis einstimmen.

Klinik oder Geburtshaus?

Nun solltest Du spätestens mit der Suche nach dem richtigen Ort für die Geburt Deines Babys beginnen. Nimm Dir Zeit und überlege, was Dir wirklich wichtig ist. Auch die Vorstellungen Deines Partners dürfen ruhig in die Planung der Geburt einfließen. Es lohnt sich, die gebotenen Möglichkeiten miteinander zu vergleichen. Während Du im Geburtshaus gemütliche Intimität genießt, bietet eine Klinik in der Regel größere Sicherheit bei Komplikationen. Wähle letztlich den Ort aus, der sich für Dich und Dein Baby am besten eignet und melde Dich dort an.

Entwicklung beim Baby

Dein Kleines ist nun mit einer Länge von 30 bis 35 Zentimetern gar nicht mehr so klein, wie vermutet. Auch die Bewegungsabläufe werden immer flüssiger. Um das Saugen nach der Geburt zu üben, nuckelt Dein Baby möglicherweise emsig an seinem Daumen. Es blickt nun mit offenen Augen umher und erkundet die kleine Welt, die es umgibt.

Die Wahrnehmung Deines Babys ist inzwischen deutlich stärker ausgeprägt. Es nimmt Dich als Mutter wahr, hört auf Deinen Herzschlag und kann sogar vertraute Stimmen anderer Menschen wiedererkennen. Mit der Spieluhr auf dem Bauch bereitest Du das Kleine optimal auf die Zeit nach der Geburt vor. Du kannst die Spieluhr dann als bereits vertrautes Geräusch einsetzen, um Deinem Kind ein geborgenes Gefühl zu geben.

Der gesamte Körper des Babys ist nun von feinen Härchen überzogen. Diesen Flaum nennen Mediziner „Lanugo-Behaarung“. Sie schützt die Haut, verschwindet jedoch recht schnell wieder. Bei der Geburt wird von dem kleinen Fell kaum mehr etwas zu sehen sein.

Beim Frauenarzt

Dein Arzt wird nun bei seinen Untersuchungen besonders auf Gebärmutterhals und Muttermund achten. Beide sollten sich zu diesem Zeitpunkt noch geschlossen und unverkürzt zeigen. Mögliche Verkürzungen bedürfen in diesem Stadium der Schwangerschaft ab einer kritischen Schwelle unbedingt der Behandlung.

Die Tatsache, dass etwa sieben Prozent aller Babys vor dem errechneten Geburtstermin zur Welt kommt, sollten Du und Dein Arzt nicht außer Acht lassen.

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