Zu Weihnachten oder zum Geburtstag türmen sich oft die Geschenke – und am Ende spielt das Kind doch am liebsten mit dem Karton. Wie viele Geschenke brauchen Kinder wirklich? Hier ein Plädoyer für „weniger ist mehr“.
Warum zu viele Geschenke überfordern
Ein Berg an Geschenken kann Kinder regelrecht überfordern: Sie wissen nicht, womit sie zuerst spielen sollen, und die Wertschätzung für das Einzelne geht verloren. Wenige, gut ausgewählte Dinge werden dagegen oft intensiver und länger bespielt.
Schenken mit Sinn
- Qualität statt Menge: ein durchdachtes Geschenk statt vieler kleiner,
- Erlebnisse schenken: ein Ausflug oder gemeinsame Zeit bleibt in Erinnerung,
- Mitwachsendes Spielzeug, das lange Freude macht,
- Wünsche einbeziehen, aber nicht jeden erfüllen.
Großeltern und Verwandte einbinden
Sprich mit der Familie ab, wer was schenkt – so vermeidet Ihr Dopplungen und eine Geschenkeflut. Viele freuen sich über die Anregung, lieber gemeinsam etwas Größeres oder ein Erlebnis zu schenken.
Häufige Frage
Wie viele Geschenke sind angemessen?
Es gibt keine feste Zahl. Eine bewährte Orientierung sind wenige, bewusst gewählte Geschenke – Hauptsache, das Kind kann sie wertschätzen und genießen.
Regeln, die Familien den Streit ersparen
Weil sich „weniger“ schlecht verhandeln lässt, helfen konkrete Absprachen. Verbreitet ist die Vier-Geschenke-Regel: etwas zum Anziehen, etwas zum Lesen, etwas, das sich das Kind gewünscht hat, und etwas, das es braucht. Das klingt streng, nimmt aber die Beliebigkeit heraus und macht das Schenken für alle einfacher.
Gegen die Flut von außen hilft nur, früh zu sprechen. Ein Vorschlag an Großeltern und Paten, sich zusammenzutun und gemeinsam etwas Größeres zu schenken, wird oft dankbar angenommen – die meisten wissen selbst nicht, was sie noch kaufen sollen. Und wer einen Teil der Geschenke im Schrank lässt und über das Jahr verteilt hervorholt, verlängert die Freude erheblich.
Wie gehe ich mit Geschenken um, die niemand braucht?
Ehrlich, aber freundlich. Ein Teil darf ungeöffnet weitergegeben oder gespendet werden – das ist keine Respektlosigkeit gegenüber dem Schenkenden. Kinder verstehen früh, dass Dinge, die man nicht nutzt, woanders mehr Freude machen.
