Happy End auf hoher See – Schwangere bringt Frühchen auf Kreuzfahrtschiff zur Welt

Schwangere Frau auf Sonnenliege am Pool© Olesia Bilkei - Shutterstock.com

Baby Jonathan kam drei Monate früher als geplant – Ärzte hatten wenig Hoffnung, doch seine Eltern glaubten an seine Chance

Chicago (Illinois, USA) – Geradezu winzig sieht der kleine Junge in seinem Wärmebettchen aus. Ein Beatmungsschlauch versorgt ihn mit Sauerstoff. Er hält den Finger seines Vaters fest und schläft ruhig.

Es grenzt an ein Wunder, dass der kleine Jonathan so ruhig in seinem Bettchen liegt und schläft. Ohne seine Eltern wäre er wohl nicht mehr am Leben, denn der Kleine wollte ausgerechnet während einer Kreuzfahrt mitten auf hoher See auf die Welt kommen. Weit entfernt von jedwedem Krankenhaus, gaben die Schiffsärzte den Eltern nur wenig Hoffnung, dass ihr Kind überleben würde – doch seine Eltern glaubten an ihn und kämpften für ihren Sohn – mit Erfolg!

Eine Reise mit dramatischem, aber glücklichem Ende

Eigentlich wollten Karen Michaels (29), ihr Mann Thomas (28) und ihre kleine Tochter Carry (4) vor der Geburt des neuen Babys einen schönen, entspannten Urlaub auf ihrer Karibik-Kreuzfahrt verbringen, als sie am 02. September an Bord ihres Luxusliners gingen. Karen hatte vor der Reise ihre Ärzte gefragt, ob sie trotz Schwangerschaft fahren könne, der Geburtstermin mitte Dezember. „Kein Problem“ lautete die Antwort, es spreche aus medizinischer Sicht nichts dagegen.

Völlig unerwartet bekommt Karen drei Tage später plötzlich Wehen

Die Schiffsärzte sind sehr besorgt und warnen Karen: Wir sind mitten auf dem Meer, 15 Stunden vom nächsten Krankenhaus entfernt, es ist zu gefährlich, jetzt und hier zu entbinden. Doch Kinder fragen nicht danach, ob der Zeitpunkt günstig ist, auf die Welt zu kommen – Jonathan wollte nicht mehr warten. Doch als die Ärzte ihn wiegen, stellt sich heraus: Der Kleine wiegt gerade einmal knapp 700 Gramm, gefährlich wenig um zu überleben. Auch atmen kann er noch nicht richtig, denn seine Lungen sind noch nicht ausreichend entwickelt. Die Mediziner sind sehr skeptisch, was seine Überlebenschancen betrifft und bringen das Kind außer Reichweite seiner Mutter.
Doch sie will unbedingt zu ihrem Sohn und geht zu ihm in den Nebenraum, wo er auf einem Krankenhausbett liegt, in eine Decke gewickelt und mit einer Sauerstoffmaske auf seinem winzigen Gesicht. Karen legt sich neben ihn und streichelt ihn. Ihr fällt auf, dass er sehr kalt ist, doch die Ärzte erklären ihr, das sei normal. Karen glaubt ihnen nicht. Sie ist entschlossen alles zu tun um Jonathan zu helfen. Auch Thomas und Carry wollen Jonathan bei seinem Kampf um sein Leben beistehen. Sie wickeln ihn in angewärmte Tücher, legen eine warme Stoffwindel auf seinen Kopf, um ihn warm zu halten und sind ständig bei ihm. Da er zu schwach und zu klein ist um Muttermilch zu bekommen, gibt Karen ihm regelmäßig alle zwei Stunden mit einer Spritze eine winzige Ration Zuckerlösung. Sie ist überzeugt, dadurch hat er überlebt.
Auch der Kapitän sorgt sich um das Kind und lässt alle Maschinen auf Volldampf laufen. So kommt das Schiff bereits zwei Stunden früher in Jamaica an. Im Hafen wartet ein Team von Sanitätern und Ärzten mit einem Krankenwagen, die vom Kapitän verständigt wurden. Sie bringen die Familie in ein Krankenhaus, wo Jonathan versorgt und in einen Brutkasten gelegt wird. Nachdem der Kleine sich etwas erholt hat und sein Zustand stabil ist, fliegen Karen, Thomas und Carry mit ihrem kleinen Kämpfer zurück nach Hause in ein Krankenhaus in Chicago, wo sich Ärzte, Schwestern und natürlich die Familie weiter um ihn kümmern.
Durch die intensive Behandlung in Jamaica und zuhause müssen die Thomas‘ jetzt eine hohe Rechnung zahlen, die sie alleine nicht stemmen können. Deshalb bittet die Familie online um Spenden für Jonathans Behandlungskosten und bis jetzt konnten sie schon fast 42000 Dollar sammeln.
Jonathans Vater ist dankbar für die Hilfe und glücklich wie sich sein Sohn entwickelt. „Er wächst, seine Lungenflügel haben sich gut entwickelt, und die Ärzte glauben, er wird es schaffen.“

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