Fernsehkonsum für Kinder – ab welchem Alter und was sollten sie schauen?

Tuschen im Kindergarten© Robert Kneschke - shutterstock.com

Das Fernsehprogramm ist reichhaltig und kaum ein Kind kann dem schillernden und bunten Kasten widerstehen. Bereits im frühen Alter finden Kinder die bewegten Bilder interessant und wollen mehr davon sehen.

Nun ist das Fernsehprogramm selbst für Kinder reichlich gefüllt und Eltern wissen nur selten, was dem eigenen Kind nun schadet und was vielleicht sogar einen Lerneffekt besitzt. Was sollten Kinder nun also im TV sehen dürfen und was nicht?

Ab welchem Alter ist fernsehen überhaupt in Ordnung?

Kinder, die unter zwei Jahre sind, haben zwar Interesse an dem schimmernden Kasten, können jedoch die Zusammenhänge noch nicht wirklich erkennen. Das gezielte TV schauen ist also erst ab zwei Jahren wirklich sinnvoll, obwohl auch hier darauf geachtet werden sollte, dass Kinder zu Beginn lediglich einige Minuten am Tag das TV Gerät nutzen, beispielsweise wenn eine Kindersendung läuft.

Bei einer Sendung für die Kleinsten unter uns kommt es auf einzelne Faktoren an, die den Eltern schnell aufzeigen, ob es sich um eine sinnvolle Sendung handelt oder nicht:

  • eine altersgerechte Geschichte
  • Kurze Szenen
  • Klare Bilder
  • Verständliche Sprache

Hier lässt sich ein tolles Beispiel anbringen. Kinder im Alter von zwei Jahren fanden vor einigen Jahren die Teletubbies besonders interessant, denn her handelt es sich um kurze Szenen, klare Bilder und eine altersgerechte Geschichte. Die perfekte Kombination für die Kleinsten unter uns.

Humor in Kindersendungen – ist das für die Kleinsten überhaupt verständlich?

Den Humor von Kindern wirklich zu treffen ist für Filmemacher sehr schwer, denn Kinder haben einen anderen Humor als Erwachsene. In diesem Bereich spielt auch der Humor eine wichtige Rolle, denn gerade kleine Kinder verzeihen es einem Charakter nicht, auch wenn es nur eine Serie ist, wenn dieser Charakter moralisch falsch handelt.

Deswegen raten Experten immer wieder dazu Kinder nicht durch das Fernsehen lernen zu lassen. Gerade Vorschulkinder geraten bei diesem Lernprozess in Schwierigkeiten, denn das Erlernte der Eltern und die Figur in der Serie geraten moralisch oft aneinander und die Kinder können nicht auseinanderhalten was nun richtig ist.

Aus diesem Grund sollten Sie das Fernsehen so stark wie nur möglich reduzieren und den Kindern nur wenig Zeit vor dem Fernseher erlauben. Spielen Sie lieber mit Ihnen, denn das ermöglicht eine deutlich engere Bindung als zusammen fern zu sehen.

Weg vom Fernseher – raus in die Natur

Auch wenn es für Eltern oftmals sehr einfach scheint den Fernseher anzuschalten, damit das Kind wenige Minuten beschäftigt ist. Versuchen Sie Ihr Kind immer mit in den Alltag einzubinden und lassen Sie dafür den Fernseher aus. Auch wenn Lernfernsehen lockt und dem Kind vielleicht etwas beibringen könnte, nehmen Sie Ihr Kind und gehen Sie lieber eine Runde spazieren, oder spielen Sie mit Ihrem Kind.

Das ist wesentlich fördernder als Teletubbies und Co und stärkt auch Ihre Bindung. Versuchen Sie also die flimmernde Kiste so lange wie möglich aus dem Leben Ihres Kindes herauszuhalten und wenn es gar nicht anders geht, weil beispielsweise im Kindergarten darüber gesprochen wird, dann halt Sie es auf einem Minimum und sprechen mit dem Kind über das Erlebte. Zeigen Sie ihm auf, dass es nicht real ist.

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