Verhütung – die Suche nach der richtigen Methode

Die richtige Verhütung ist so individuell wie Du selbst – was zu einer Lebensphase passt, ist in einer anderen vielleicht weniger geeignet. Von hormonellen Methoden über Barrieremethoden bis zur natürlichen Familienplanung gibt es viele Möglichkeiten. Hier bekommst Du einen Überblick, der Dir die Wahl erleichtert.

Die wichtigsten Methoden im Überblick

Wie sicher ist eine Methode?

Die Sicherheit wird mit dem sogenannten Pearl-Index angegeben: Je niedriger der Wert, desto sicherer die Methode bei korrekter Anwendung. Wichtig ist aber nicht nur die theoretische Sicherheit, sondern auch, wie gut eine Methode zu Deinem Alltag passt.

Die richtige Wahl treffen

Ob hormonell oder hormonfrei, dauerhaft oder situativ – die passende Verhütung hängt von Deiner Gesundheit, Deiner Lebenssituation und Deinen Wünschen ab. Lass Dich von Deiner Frauenärztin beraten, um die für Dich beste Lösung zu finden.

Häufige Frage

Welche Verhütung ist die sicherste?

Zu den sichersten zählen Hormonspirale, Hormonstäbchen und die korrekt eingenommene Pille. Den besten Schutz vor Infektionen bietet zusätzlich das Kondom – eine Kombination ist oft sinnvoll.

Die Methoden in Zahlen

Der Pearl-Index sagt, wie viele von hundert Frauen im Lauf eines Jahres trotz Anwendung schwanger werden. Zur Einordnung: Ohne jede Verhütung liegt der Wert bei etwa 85. Am sichersten sind die Methoden, bei denen im Alltag nichts schiefgehen kann – das Hormonstäbchen liegt bei rund 0,08, die Hormonspirale bei etwa 0,16, die Kupferspirale zwischen 0,3 und 0,8.

Bei allem, woran man täglich denken muss, öffnet sich die Schere zwischen Theorie und Praxis: Die Pille liegt bei perfekter Einnahme bei etwa 0,3, bei typischer Anwendung eher bei 9. Ähnlich das Kondom mit etwa 2 bis 12 und das Diaphragma mit 1 bis 20. Die symptothermale Methode erreicht bei sorgfältiger Anwendung rund 0,4. Die Lehre daraus: Nicht die theoretisch sicherste Methode ist die beste, sondern die, die zu Deinem Alltag passt.

Was ist mit Sterilisation?

Sie ist die sicherste Methode überhaupt und für beide Geschlechter möglich, sollte aber als endgültig betrachtet werden – eine Rückgängigmachung ist aufwendig und oft nicht erfolgreich. Für Menschen mit abgeschlossener Familienplanung ist sie eine ernsthafte Option, die im Beratungsgespräch selten von selbst angesprochen wird.

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