Zahnen – Anzeichen erkennen und dem Baby helfen

Das erste Zähnchen ist ein kleiner Meilenstein – aber der Weg dorthin kann unruhige Tage und Nächte bringen. Beim Zahnen ist Dein Baby oft quengelig und braucht besonders viel Trost. Hier erfährst Du, woran Du das Zahnen erkennst und was Deinem Baby hilft.

Wann geht es los?

Die ersten Zähne kommen meist um den 6. Monat herum – bei manchen Babys früher, bei anderen deutlich später. Zuerst zeigen sich in der Regel die unteren Schneidezähne, dann die oberen. Bis zum dritten Lebensjahr ist das Milchgebiss mit 20 Zähnen meist komplett.

Typische Anzeichen

  • vermehrter Speichelfluss und der Drang, auf allem herumzukauen,
  • gerötete Wangen und ein wunder Po,
  • Quengeligkeit, schlechter Schlaf und Appetitlosigkeit.

Was Deinem Baby hilft

  • Beißring: gekühlt (nicht eiskalt) lindert er den Druck im Kiefer.
  • Sanfte Massage: mit einem sauberen Finger das Zahnfleisch massieren.
  • Etwas zum Kauen: für ältere Babys ein hartes Stück Gemüse oder eine Brotrinde unter Aufsicht.
  • Viel Nähe: Trost und Geduld sind jetzt das Wichtigste.

Häufige Frage

Verursacht Zahnen Fieber?

Leicht erhöhte Temperatur kann vorkommen. Echtes Fieber gehört aber nicht zum Zahnen – dann steckt meist ein Infekt dahinter, den Du ärztlich abklären lassen solltest.

Zahnpflege ab dem allerersten Zahn

Geputzt wird, sobald der erste Zahn durchbricht – nicht erst, wenn mehrere da sind. Anfangs genügt eine weiche Kinderzahnbürste einmal täglich, ab etwa dem ersten Geburtstag zweimal. Milchzähne sind nicht „nur Übergang“: Sie halten den Platz für die bleibenden Zähne frei, und Karies an ihnen tut genauso weh.

Bei der Zahnpasta gibt es unterschiedliche Empfehlungen, und sie hängen davon ab, ob Dein Kind Fluoridtabletten bekommt. Deshalb ist das genau die Frage, die Du bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung stellen solltest – Kinderärztin und Zahnarztpraxis stimmen das aufeinander ab. Die zahnärztliche Früherkennung beginnt übrigens deutlich früher, als viele denken: Der erste Kontrolltermin ist ab dem sechsten Lebensmonat vorgesehen und kostenlos.

Schadet nächtliches Stillen den Zähnen?

Stillen an sich gilt nicht als Karies-Ursache. Kritisch wird die Kombination aus häufigem nächtlichem Trinken und fehlender Zahnpflege – und vor allem die Dauernuckelflasche mit gesüßtem Tee oder Saft. Konsequentes Putzen am Abend ist der entscheidende Punkt.

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