Schwangerschaftsbeschwerden lindern – Tipps gegen Übelkeit & Co.

Eine Schwangerschaft bringt nicht nur Vorfreude, sondern oft auch das eine oder andere Wehwehchen mit sich. Die meisten Beschwerden sind harmlos und lassen sich mit einfachen Mitteln lindern. Hier findest Du einen Überblick über typische Beschwerden – und was dagegen hilft.

Übelkeit und Erbrechen

Besonders im ersten Trimester macht vielen die Schwangerschaftsübelkeit zu schaffen. Es hilft, über den Tag verteilt kleine Mahlzeiten zu essen, schon vor dem Aufstehen eine Kleinigkeit zu sich zu nehmen und Ingwertee zu trinken. Hält das Erbrechen stark an, sprich mit Deiner Ärztin.

Sodbrennen und Verdauung

Wenn das Baby wächst, drückt es auf den Magen – Sodbrennen ist die Folge. Kleine, fettarme Mahlzeiten und das Vermeiden von spätem Essen helfen. Gegen die häufige Verstopfung wirken ballaststoffreiche Ernährung, viel Trinken und Bewegung.

Rücken, Beine und Kreislauf

  • Rückenschmerzen: entlasten durch gute Haltung, flaches Schuhwerk und sanfte Bewegung.
  • Wassereinlagerungen: Beine hochlegen, viel trinken, in Bewegung bleiben.
  • Wadenkrämpfe: oft hilft Magnesium nach Rücksprache mit der Hebamme.

Wann solltest Du zur Ärztin?

Die meisten Beschwerden sind normal. Bei Blutungen, starken oder anhaltenden Schmerzen, hohem Blutdruck, Fieber oder deutlich weniger Kindsbewegungen solltest Du jedoch zeitnah ärztlichen Rat einholen – mehr dazu im Beitrag zu den Risiken.

Häufige Frage

Sind Schmerzmittel in der Schwangerschaft erlaubt?

Einige Wirkstoffe gelten als vertretbar, andere nicht. Nimm Medikamente grundsätzlich nur nach Rücksprache mit Deiner Ärztin oder Apotheke ein.

Zu den häufigsten Beschwerden im letzten Drittel gehört Sodbrennen – was dagegen hilft, steht im eigenen Ratgeber.

Wenn die Übelkeit krankhaft wird

Zwischen der üblichen Schwangerschaftsübelkeit und einem behandlungsbedürftigen Zustand gibt es eine klare Grenze. Von Hyperemesis gravidarum spricht man, wenn das Erbrechen so häufig ist, dass Essen und Trinken kaum möglich sind – mit einem Gewichtsverlust von mehr als etwa fünf Prozent, Anzeichen von Flüssigkeitsmangel wie dunklem, sparsamem Urin, Schwindel und Erschöpfung. Betroffen sind etwa ein bis zwei Prozent der Schwangeren.

Das ist kein Fall von „durchhalten“. Behandelt wird mit Infusionen zum Ausgleich von Flüssigkeit und Elektrolyten sowie mit Medikamenten gegen Übelkeit, die in der Schwangerschaft erprobt sind – teils ambulant, bei schwerem Verlauf stationär. Wenn Du seit über einem Tag nichts bei Dir behalten kannst, ist das der Zeitpunkt anzurufen, nicht erst beim nächsten geplanten Termin.

Hilft Ingwer wirklich gegen Übelkeit?

Bei leichter bis mäßiger Übelkeit ja – die Wirkung ist für Ingwer vergleichsweise gut untersucht. Als Tee oder in kleinen Mengen ist er unbedenklich; von hoch dosierten Kapseln ist ohne ärztliche Rücksprache abzuraten. Ebenfalls hilfreich sind Akupressurbänder am Handgelenk.

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