Der Vaginalring verhütet ähnlich zuverlässig wie die Pille – aber Du musst nicht täglich daran denken. Einmal im Monat eingesetzt, gibt er gleichmäßig Hormone ab. Für viele Frauen ist das eine angenehme, unkomplizierte Lösung. Hier erfährst Du, wie er funktioniert.
Wie funktioniert der Vaginalring?
Der weiche, flexible Kunststoffring wird selbst in die Scheide eingeführt, wo er kontinuierlich die Hormone Östrogen und Gestagen abgibt. Diese verhindern – wie bei der Pille – den Eisprung. Du trägst den Ring drei Wochen lang, machst dann eine einwöchige Pause und setzt anschließend einen neuen Ring ein.
Die Vorteile
- Keine tägliche Anwendung: nur einmal im Monat ein Handgriff.
- Gleichmäßige Hormonabgabe über den Monat.
- Selbst anwendbar: Einsetzen und Entfernen sind unkompliziert.
Was Du beachten solltest
Da der Ring Östrogen enthält, gelten ähnliche Einschränkungen und Risiken wie bei der Pille – etwa beim Thromboserisiko. Er ist verschreibungspflichtig; ob er für Dich geeignet ist, klärst Du mit Deiner Frauenärztin.
Häufige Frage
Kann der Ring beim Sex stören?
Meist wird er nicht als störend empfunden. Bei Bedarf darf er für kurze Zeit entfernt werden – achte aber darauf, ihn rechtzeitig wieder einzusetzen.
Wenn der Ring herausrutscht
Das kommt gelegentlich vor, meist beim Toilettengang oder beim Sex. Entscheidend ist die Dauer: War der Ring weniger als drei Stunden draußen, spülst Du ihn mit lauwarmem Wasser ab, setzt ihn wieder ein, und der Schutz bleibt bestehen. War er länger draußen, ist der Verhütungsschutz nicht mehr sicher – dann gilt für die nächsten sieben Tage zusätzlich ein Kondom.
Praktisch noch zwei Hinweise: Der Ring muss nicht an einer bestimmten Stelle sitzen, um zu wirken – Hauptsache, er ist in der Scheide und drückt nicht. Und Vorratspackungen gehören nicht in die Sonne oder aufs Fensterbrett; ungekühlt sind sie nur begrenzt haltbar, im Kühlschrank deutlich länger. Das Haltbarkeitsdatum auf der Packung ist hier wichtiger als bei anderen Präparaten.
Was kostet der Vaginalring?
Für drei Monate liegen die Kosten meist im niedrigen dreistelligen Bereich. Bis zum 22. Geburtstag übernehmen die gesetzlichen Kassen verschreibungspflichtige Verhütungsmittel, danach zahlst Du selbst – die Rezeptgebühr entfällt dann ebenfalls nicht.
