Die symptothermale Methode ist die zuverlässigste Form der natürlichen Familienplanung. Sie kombiniert mehrere Körperzeichen und gibt Dir so ein genaues Bild Deiner fruchtbaren und unfruchtbaren Tage – ganz ohne Hormone. Hier erfährst Du, wie sie funktioniert.
Mit System zum Eisprung
Bei der symptothermalen Methode wertest Du zwei Zeichen gemeinsam aus: die Basaltemperatur und die Beschaffenheit des Zervixschleims (manche beobachten zusätzlich den Muttermund). Die Kombination dieser Zeichen macht die Bestimmung des fruchtbaren Fensters deutlich sicherer als eine einzelne Methode.
Wie funktioniert sie?
- Basaltemperatur: Nach dem Eisprung steigt die Aufwachtemperatur leicht an.
- Zervixschleim: Rund um den Eisprung wird er klarer und spinnbarer.
- Auswertung nach Regeln: Erst wenn beide Zeichen zusammenpassen, gilt der Eisprung als bestätigt.
Für Kinderwunsch und Verhütung
Die Methode eignet sich sowohl, um die fruchtbaren Tage bei Kinderwunsch zu finden, als auch zur hormonfreien Verhütung. Sie erfordert allerdings etwas Übung und Sorgfalt – am besten lernst Du sie nach einem etablierten Regelwerk.
Häufige Frage
Wie sicher ist die symptothermale Methode zur Verhütung?
Bei korrekter, konsequenter Anwendung gilt sie als sehr sicher. Entscheidend sind das richtige Erlernen und die tägliche Beobachtung.
Wie sicher sie wirklich ist – und wo Du sie lernst
Die symptothermale Methode ist die einzige natürliche Methode mit belastbarer Studienlage. Für das in Deutschland verbreitete Regelwerk wurde in einer Langzeitstudie ein Pearl-Index von etwa 0,4 bei korrekter Anwendung ermittelt – das liegt im Bereich hormoneller Verhütung. Bei typischer Anwendung mit gelegentlichen Nachlässigkeiten steigt der Wert auf etwa 1,8; das ist immer noch deutlich besser als jede reine Kalenderrechnung.
Entscheidend ist das Wort „korrekt“. Die Methode hat feste Auswertungsregeln, und wer sie nach Gefühl anwendet, verliert genau die Sicherheit, die sie ausmacht. Gelernt wird sie üblicherweise über ein Handbuch mit Zyklusblättern, in einem Kurs oder mit persönlicher Beratung; viele Frauenarztpraxen und Familienberatungsstellen vermitteln Kontakte. Rechne mit etwa drei Zyklen, bis Du sicher auswertest – in dieser Einarbeitungszeit gehört zusätzlich verhütet.
Funktioniert die Methode auch nach der Geburt oder in den Wechseljahren?
Ja, aber mit besonderen Regeln – in Stillzeit und Wechseljahren ist der Zyklus unregelmäßig, und die üblichen Auswertungen greifen nicht. Für beide Situationen gibt es eigene Regelwerke, die man gezielt lernen sollte.
