Der Eisprungkalender ist ein einfaches Hilfsmittel, um die fruchtbaren Tage einzugrenzen – ideal, wenn Du Deinem Kinderwunsch auf die Sprünge helfen möchtest. Hier erfährst Du, wie er funktioniert und wo seine Grenzen liegen.
Eisprungrechner
Der Rechner schätzt Deinen Eisprung und die fruchtbaren Tage für die nächsten drei Zyklen. Er läuft in Deinem Browser, es wird nichts übertragen oder gespeichert.
So funktioniert der Eisprungkalender
Der Eisprung findet meist etwa 14 Tage vor der nächsten Regelblutung statt. Aus der Länge Deines Zyklus lässt sich so der ungefähre Zeitpunkt des Eisprungs berechnen. Rund um diesen Tag – und in den Tagen davor – liegen Deine fruchtbaren Tage, an denen die Chance auf eine Schwangerschaft am höchsten ist.
Was Du dafür brauchst
- die durchschnittliche Länge Deines Zyklus (Tag 1 = erster Tag der Regel),
- etwas Geduld, um den Zyklus über einige Monate zu beobachten,
- idealerweise eine Notiz- oder App-Lösung zur Dokumentation.
Zyklus aufzeichnen: So führst Du Deinen Zykluskalender
Der Rechner ist nur so genau wie die Zykluslänge, die Du eingibst. Deshalb lohnt sich ein Zykluskalender: Markiere in jedem Zyklus den ersten Tag der Blutung, zähle die Tage bis zur nächsten Periode und notiere Besonderheiten wie Zwischenblutungen, Krankheit oder eine stressige Phase. Nach einigen Zyklen siehst Du, ob Deine Zyklen gleichmäßig sind oder schwanken.
Ein Beispiel: Deine letzten vier Zyklen dauerten 29, 31, 28 und 30 Tage. Im Schnitt sind das knapp 30 Tage – diesen Wert gibst Du im Rechner ein. Zugleich weißt Du: Weil Deine Zykluslänge um bis zu drei Tage schwankt, kann sich auch Dein Eisprung von Monat zu Monat um ein bis zwei Tage verschieben. Plane die fruchtbaren Tage deshalb lieber etwas großzügiger.
Papier oder App? Ein Blatt Papier reicht völlig. Zyklus-Apps sind bequemer, sammeln aber besonders sensible Gesundheitsdaten. Prüfe vor der Wahl in der Datenschutzerklärung, ob die Daten nur auf Deinem Gerät oder auf Servern des Anbieters liegen und ob sie an Dritte gehen. Apps, die ohne Konto auskommen und lokal speichern, sind aus Datenschutzsicht die unproblematischste Wahl.
Die Grenzen der Methode
Der Eisprungkalender liefert nur einen rechnerischen Richtwert. Bei einem unregelmäßigen Zyklus ist er ungenau. Genauer wird die Bestimmung in Kombination mit einem Ovulationstest oder der symptothermalen Methode. Am genauesten wird es, wenn Du zusätzlich Deinen Zervixschleim beobachtest – er verändert sich schon vor dem Eisprung und kündigt ihn so an.
Häufige Frage
Funktioniert der Eisprungkalender auch zur Verhütung?
Zur Verhütung ist er allein zu unsicher. Für die Familienplanung mit Kinderwunsch ist er aber ein praktisches Hilfsmittel.
Wie der Rechner den Eisprung bestimmt
Ein verbreiteter Irrtum ist, der Eisprung liege in der Zyklusmitte. Das stimmt nur bei einem 28-Tage-Zyklus zufällig. Tatsächlich gilt: Die zweite Zyklushälfte ist mit rund 14 Tagen konstant – der Eisprung liegt also 14 Tage vor der nächsten Periode, nicht in der Mitte.
Bei einem 35-Tage-Zyklus springt die Eizelle deshalb um Tag 21, nicht um Tag 17. Genau so rechnet dieser Rechner, und deshalb ist die Angabe Deiner tatsächlichen Zykluslänge wichtig.
Warum das fruchtbare Fenster sechs Tage umfasst
Die Eizelle ist nur etwa 12 bis 24 Stunden befruchtungsfähig. Spermien überleben im günstigen Zervixschleim aber bis zu fünf Tage. Deshalb reicht das fruchtbare Fenster von fünf Tagen vor dem Eisprung bis zum Eisprungtag selbst – wobei die zwei Tage unmittelbar davor die höchsten Chancen bieten. Am Eisprungtag selbst sind sie schon etwas geringer, weil die Spermien einige Stunden bis zur Eizelle brauchen (familienplanung.de: Der Eisprung und die fruchtbaren Tage).
Der Rechner oben zeigt zur Sicherheit einen Tag mehr an: Er rechnet bis einen Tag nach dem errechneten Eisprung, weil sich Dein tatsächlicher Eisprung gegenüber der Rechnung verschieben kann.
Für den Kinderwunsch ist der Rechner dagegen gut geeignet: Er zeigt, wann sich Geschlechtsverkehr am ehesten lohnt.
