3. Monat (9.–12. SSW) – Entwicklung & Untersuchungen

Der dritte Schwangerschaftsmonat (9. bis 12. SSW) markiert das Ende des ersten Trimesters. Dein Baby ist nun vollständig angelegt, und mit dem Ende dieses Monats sinkt das Risiko einer Fehlgeburt deutlich. Hier erfährst Du, was jetzt wichtig ist.

Die Entwicklung des Babys

Ab der 11. SSW spricht man offiziell vom Fötus. Alle Organe sind angelegt und beginnen zu arbeiten, Finger und Zehen sind ausgebildet, das Gesicht nimmt Form an. Dein Baby bewegt sich bereits – auch wenn Du davon noch nichts spürst. Am Ende des Monats ist es etwa 5 bis 6 Zentimeter groß und wiegt rund 14 Gramm.

Das verändert sich bei Dir

Bei vielen Frauen erreicht die Übelkeit jetzt ihren Höhepunkt, bevor sie langsam nachlässt. Der Bauch ist meist noch kaum sichtbar, die Gebärmutter wächst aber spürbar. Auch Stimmungsschwankungen sind in dieser hormonell intensiven Phase normal.

Untersuchungen in diesem Monat

Zwischen der 11. und 14. SSW kann das Ersttrimester-Screening mit der Nackenfaltenmessung durchgeführt werden – eine freiwillige Untersuchung zur Risikoeinschätzung für Chromosomenstörungen. Was dabei geprüft wird, liest Du im Beitrag zur Pränataldiagnostik.

Häufige Frage

Wann ist das Fehlgeburtsrisiko am höchsten?

In den ersten zwölf Wochen. Nach Abschluss des ersten Trimesters sinkt es deutlich – ein Grund, warum viele Paare erst dann von der Schwangerschaft erzählen.

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Du bist Dir nicht sicher, in welcher Woche Du gerade bist? Der SSW-Rechner sagt es Dir auf den Tag genau.

Woche für Woche: Die Details zu diesem Monat findest Du in den Einzelwochen – 9. SSW, 10. SSW, 11. SSW und 12. SSW.

Wenn es doch nicht gut ausgeht

Zum ersten Trimester gehört auch diese Möglichkeit, und darüber wird selten offen gesprochen: Etwa zehn bis fünfzehn Prozent aller festgestellten Schwangerschaften enden in einer Fehlgeburt, die allermeisten in den ersten zwölf Wochen. Die häufigste Ursache sind zufällige Chromosomenfehler, die eine Weiterentwicklung unmöglich machen – nichts, was durch Verhalten, Stress, Sport oder Arbeit ausgelöst wird.

Dieser Satz ist wichtig, weil viele Frauen die Ursache bei sich suchen. Eine frühe Fehlgeburt ist kein Versagen und in aller Regel kein Hinweis auf ein Problem für spätere Schwangerschaften. Auch der Trauer sollte Raum bleiben – sie ist unabhängig von der Schwangerschaftswoche. Hebammen betreuen auch nach einer Fehlgeburt, und dieser Anspruch besteht ausdrücklich; viele Frauen wissen es nicht und bleiben unnötig allein damit.

Ab wann sollte ich von der Schwangerschaft erzählen?

Das ist allein Deine Entscheidung. Viele warten das erste Trimester ab, weil das Risiko danach deutlich sinkt. Andere erzählen es früh und bewusst genau denen, von denen sie im Fall der Fälle auch Unterstützung wollen – auch das ist ein guter Grund.

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