Pränataldiagnostik – Verfahren, Möglichkeiten und Beratung

Pränataldiagnostik umfasst alle Untersuchungen, mit denen sich vor der Geburt Erkenntnisse über die Gesundheit des Babys gewinnen lassen. Sie reicht von einfachen, risikolosen Verfahren bis zu eingreifenden Untersuchungen. Hier bekommst Du einen Überblick – und erfährst, warum eine gute Beratung dabei so wichtig ist.

Nicht-invasive Verfahren

Diese Untersuchungen sind für das Baby ungefährlich:

  • Ultraschall und Feindiagnostik: Beurteilung von Wachstum und Organen.
  • Nackenfaltenmessung: Teil des Ersttrimester-Screenings.
  • NIPT (nicht-invasiver Pränataltest): ein Bluttest, der das Erbgut des Kindes im mütterlichen Blut analysiert. Seit 2022 ist er in begründeten Einzelfällen nach ärztlicher Beratung eine Kassenleistung.

Invasive Verfahren

Sie liefern sichere Diagnosen, sind aber mit einem geringen Fehlgeburtsrisiko verbunden und werden nur bei klarer Indikation durchgeführt:

  • Chorionzottenbiopsie: Entnahme von Gewebe aus dem Mutterkuchen, etwa ab der 11. SSW.
  • Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese): Entnahme von Fruchtwasser, in der Regel ab der 15. SSW.

Beratung und das Recht auf Nichtwissen

Vor einer weiterführenden Pränataldiagnostik hast Du Anspruch auf eine ausführliche Beratung. Du entscheidest selbst, welche Untersuchungen Du durchführen lassen möchtest – und welche nicht. Niemand darf Dich dazu drängen.

Häufige Frage

Muss ich Pränataldiagnostik machen lassen?

Nein. Alle Untersuchungen über die Basis-Vorsorge hinaus sind freiwillig. Nimm Dir Zeit für die Entscheidung und nutze das Beratungsangebot.

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