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Muslimische Vornamen: 40 arabische, türkische und persische Namen mit Bedeutung

Muslimische Vornamen stammen aus mehreren Sprachen: aus dem Arabischen, dem Türkischen und dem Persischen. Viele sind über Jahrhunderte gewandert und haben in jeder Sprache eine eigene Form angenommen – Yusuf und Josef gehen auf dieselbe Wurzel zurück, ebenso Ilyas und Elias, Musa und Moses, Ibrahim und Abraham.

Hier findest Du 40 Namen mit Herkunftssprache und Bedeutung.

Jungennamen

  • Amirarabisch · der Anführer
  • Yusufarabisch · Form von Josef
  • Omararabisch · der Blühende
  • Idrisarabisch · der Lehrende
  • Keremtürkisch · die Großzügigkeit
  • Emirtürkisch, aus dem Arabischen · der Fürst
  • Rayanarabisch
  • Malikarabisch · der König
  • Hamzaarabisch · der Standhafte
  • Ademtürkisch · Form von Adam
  • Bilalarabisch
  • Kaantürkisch · der Herrscher
  • Selimtürkisch, aus dem Arabischen · der Unversehrte
  • Tarekarabisch · der Nachtreisende
  • Nuriarabisch · mein Licht
  • Leventtürkisch · der Stattliche
  • Ibrahimarabisch · Form von Abraham
  • Musaarabisch · Form von Moses
  • Kianpersisch
  • Ardatürkisch
  • Ilyasarabisch · Form von Elias

Mädchennamen

  • Aylintürkisch · Mondschein
  • Amiraarabisch · die Prinzessin
  • Yasminpersisch · der Jasmin
  • Leylaarabisch · die Nacht
  • Nourarabisch · das Licht
  • Zehratürkisch, aus dem Arabischen · die Strahlende
  • Selintürkisch
  • Eliftürkisch · der erste Buchstabe des Alphabets
  • Samiraarabisch · die Gesprächspartnerin
  • Halaarabisch · der Mondhof
  • Dilaratürkisch, aus dem Persischen
  • Aishaarabisch · die Lebendige
  • Ranaarabisch · die Anmutige
  • Nesrinpersisch · die Heckenrose
  • Senatürkisch, aus dem Arabischen · das Lob
  • Lamiaarabisch · die Strahlende
  • Esmatürkisch, aus dem Arabischen
  • Hayatarabisch · das Leben

Für Mädchen und Jungen

  • Deniztürkisch · das Meer

Arabisch, türkisch, persisch – wo liegt der Unterschied?

Die drei Sprachen sind nicht miteinander verwandt, teilen aber einen großen gemeinsamen Wortschatz, weil das Arabische als Sprache des Korans über Jahrhunderte auf beide anderen gewirkt hat.

  • Arabisch ist die Ursprungssprache der meisten religiös geprägten Namen. Viele bestehen aus einer erkennbaren Wortwurzel: nur (Licht) steckt in Nour und Nuri, amir (Anführer) in Amir und Amira.
  • Türkisch hat einen eigenen Namensschatz aus dem Türkeitürkischen – Deniz (das Meer), Aylin (Mondschein), Kerem, Kaan – daneben aber viele Entlehnungen aus dem Arabischen, oft in leicht veränderter Form: aus Zahra wurde Zehra, aus Salim wurde Selim.
  • Persisch steuert unter anderem Blumen- und Naturnamen bei: Yasmin (der Jasmin), Nesrin (die Heckenrose), Dilara.

Für die Namenswahl heißt das: Ein Name kann in der Türkei völlig geläufig und im arabischen Raum unbekannt sein – oder umgekehrt. Wenn die Familie in mehreren Ländern lebt, lohnt sich die Rückfrage bei den Großeltern.

Männliche und weibliche Formen

Im Arabischen bilden viele Namen ein Paar: Die weibliche Form entsteht durch die Endung -a. Amir wird zu Amira, Salim zu Salima, Karim zu Karima, Nadir zu Nadira. Wer einen Namen für ein Geschwisterkind sucht, findet auf diesem Weg oft eine passende Entsprechung.

Was in Deutschland zu bedenken ist

Zwei praktische Punkte, die im Alltag immer wieder auftauchen:

Die Schreibweise. Arabische Namen werden mit lateinischen Buchstaben nur behelfsweise wiedergegeben – Yusuf, Yussuf und Youssef bezeichnen denselben Namen. Standesämter tragen die Schreibweise ein, die Ihr angebt; sie gilt dann verbindlich für Ausweis, Schule und Behörden. Legt Euch also vor der Anmeldung fest, und schreibt die gewünschte Form auf.

Türkische Sonderzeichen. Buchstaben wie ç, ğ, ı, ş oder ü lassen sich in deutschen Personenstandsregistern eintragen, wenn sie in der Urkunde der Eltern belegt sind. In der Praxis unterscheiden sich die Standesämter hier – ein kurzer Anruf vor der Geburt spart Diskussionen im Wochenbett.

Häufige Fragen

Muss der Name im Koran vorkommen?

Nein. Ein großer Teil der gebräuchlichen Namen ist rein sprachlich – Naturbegriffe, Eigenschaften, Ortsbezüge – und hat keinen religiösen Bezug. Umgekehrt tragen viele Namen einen religiösen Anklang, ohne dass die Familie ihn betont.

Funktioniert der Name auch im deutschen Umfeld?

Bei kurzen Namen mit vertrauter Lautstruktur – Amir, Yasmin, Elif, Kian, Leyla – erfahrungsgemäß problemlos. Bei längeren Namen oder solchen mit Lauten, die es im Deutschen nicht gibt, wird häufiger nachgefragt und falsch betont. Sprecht den Namen einmal so aus, wie ihn eine deutschsprachige Erzieherin lesen würde – das zeigt schnell, worauf Ihr Euch einstellt.

Namen merken, teilen, ausdrucken

Neben jedem Namen stehen zwei Schaltflächen:

  • ♡ Merken – legt den Namen auf Eure Liste. Unten erscheint eine Leiste mit der Anzahl.
  • ↗ Teilen – verschickt genau diesen einen Namen, etwa an den Partner: „Wie findest Du …?“

Die gesammelte Liste könnt Ihr als Link kopieren (der Empfänger sieht dieselbe Liste), per E-Mail verschicken oder ausdrucken – praktisch für den Küchentisch, wenn Ihr zu zweit aussortiert.

Gespeichert wird die Liste ausschließlich in Deinem Browser. Sie geht an keinen Server, wir sehen sie nicht, und es braucht kein Konto. Bei einem Gerätewechsel oder gelöschten Websitedaten ist sie weg – schick sie Dir dann vorher selbst als Link.

Zu den Bedeutungen: Namensdeutungen sind seltener eindeutig, als Ratgeber vermuten lassen. Viele Namen sind über Jahrhunderte durch mehrere Sprachen gewandert, manche Deutungen sind erst nachträglich entstanden. Wir nennen die gängige Herkunft – und lassen die Bedeutung weg, wo sie umstritten ist. Wer es genau wissen will, findet in der Fachliteratur oft mehrere Möglichkeiten.

Weitere Namenslisten

Alles, was Ihr gemerkt habt, sammelt sich auf Eurer Namensliste.

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