Zwei Paar kleine Gummistiefel nebeneinander auf einer Holzschwelle

Unisex-Vornamen: 22 Namen für Mädchen und Jungen

Manche Eltern suchen einen Namen, der nicht festlegt – weil das Geschlecht noch nicht bekannt ist, weil ihnen die Zuordnung gleichgültig ist, oder weil sie dem Kind Spielraum lassen wollen. Rechtlich ist das in Deutschland unproblematisch: Seit 2008 muss ein Vorname das Geschlecht nicht mehr erkennen lassen.

Hier findest Du 22 Namen, die für Mädchen und Jungen vergeben werden.

Für Mädchen und Jungen

  • Kimdänisch · Kurzform von Joachim
  • Robinenglisch · das Rotkehlchen
  • Nikitarussisch · der Unbesiegte
  • Sascharussisch · Kurzform von Alexander
  • Tonilateinisch · Kurzform von Antonia oder Anton
  • Eikefriesisch · das Schwert
  • Mikafinnisch
  • Noelfranzösisch · Weihnachten
  • Alexgriechisch · Kurzform von Alexander oder Alexandra
  • Jonahebräisch · die Taube
  • Eliahebräisch
  • Charlieenglisch · Kurzform von Charles oder Charlotte
  • Samhebräisch · Kurzform von Samuel oder Samantha
  • Maxilateinisch · Kurzform von Maximilian oder Maximiliane
  • Deniztürkisch · das Meer
  • Lucaitalienisch · in Deutschland für beide gebräuchlich
  • Andreaitalienisch · in Italien männlich, in Deutschland weiblich
  • Kaifriesisch
  • Sidneyenglisch
  • Michahebräisch · Kurzform von Michael oder Michaela
  • Arihebräisch · der Löwe
  • Yukijapanisch · der Schnee

Wie Namen geschlechtsneutral werden

Es gibt drei typische Wege, und sie erklären die Liste oben fast vollständig:

  • Die gemeinsame Kurzform. Der häufigste Fall. Alex passt zu Alexander und Alexandra, Toni zu Anton und Antonia, Maxi zu Maximilian und Maximiliane, Micha zu Michael und Michaela, Charlie zu Charles und Charlotte, Sam zu Samuel und Samantha. Die Vollformen sind eindeutig, die Kurzform ist es nicht.
  • Der Sprachwechsel. Ein Name ist in einer Sprache männlich, in einer anderen weiblich. Andrea ist das bekannteste Beispiel: in Italien ein Männername, in Deutschland ein Frauenname. Auch Luca wird in Deutschland inzwischen für beide vergeben.
  • Der Sachbegriff. Namen, die auf ein Wort ohne Geschlecht zurückgehen: Deniz (das Meer), Yuki (der Schnee), Robin (das Rotkehlchen), Noel (Weihnachten). Hier gab es nie eine Zuordnung, die aufgelöst werden musste.

Was sich 2008 geändert hat

Bis dahin verlangten Standesämter in der Regel, dass der Vorname das Geschlecht erkennen lässt – notfalls musste ein eindeutiger zweiter Vorname hinzukommen. Das Bundesverfassungsgericht hat diese Anforderung 2008 zurückgewiesen. Seither ist die Frage keine rechtliche Hürde mehr, sondern eine der praktischen Abwägung.

Das Standesamt prüft weiterhin, ob der Name dem Kindeswohl schadet – aber die bloße Tatsache, dass er nicht auf ein Geschlecht festgelegt ist, reicht dafür nicht aus.

Woran Ihr im Alltag denken solltet

Zwei Punkte werden regelmäßig unterschätzt:

Formulare und Anreden. Automatisch erzeugte Briefe raten das Geschlecht aus dem Vornamen. Bei Kim, Sascha oder Toni raten sie oft falsch. Das ist kein Drama, aber es passiert regelmäßig – von der Krankenkasse bis zur Vereinsanmeldung.

Der zweite Vorname. Viele Eltern wählen bewusst einen eindeutigen zweiten Namen. Er steht in der Urkunde, wird nicht gerufen, gibt dem Kind aber später die Möglichkeit, sich anders zu nennen, wenn es das möchte. Das ist keine Notwendigkeit – nur eine Option, die nichts kostet.

Namen merken, teilen, ausdrucken

Neben jedem Namen stehen zwei Schaltflächen:

  • ♡ Merken – legt den Namen auf Eure Liste. Unten erscheint eine Leiste mit der Anzahl.
  • ↗ Teilen – verschickt genau diesen einen Namen, etwa an den Partner: „Wie findest Du …?“

Die gesammelte Liste könnt Ihr als Link kopieren (der Empfänger sieht dieselbe Liste), per E-Mail verschicken oder ausdrucken – praktisch für den Küchentisch, wenn Ihr zu zweit aussortiert.

Gespeichert wird die Liste ausschließlich in Deinem Browser. Sie geht an keinen Server, wir sehen sie nicht, und es braucht kein Konto. Bei einem Gerätewechsel oder gelöschten Websitedaten ist sie weg – schick sie Dir dann vorher selbst als Link.

Zu den Bedeutungen: Namensdeutungen sind seltener eindeutig, als Ratgeber vermuten lassen. Viele Namen sind über Jahrhunderte durch mehrere Sprachen gewandert, manche Deutungen sind erst nachträglich entstanden. Wir nennen die gängige Herkunft – und lassen die Bedeutung weg, wo sie umstritten ist. Wer es genau wissen will, findet in der Fachliteratur oft mehrere Möglichkeiten.

Weitere Namenslisten

Alles, was Ihr gemerkt habt, sammelt sich auf Eurer Namensliste.

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