Geburtsvorbereitung – Kurs, Kliniktasche und Geburtsplan

Je näher die Geburt rückt, desto mehr möchtest Du vorbereitet sein. Eine gute Geburtsvorbereitung nimmt Ängste, stärkt das Vertrauen in den eigenen Körper und sorgt dafür, dass im entscheidenden Moment alles bereitliegt. Hier erfährst Du, was dazugehört.

Der Geburtsvorbereitungskurs

Im Kurs lernst Du, was bei der Geburt passiert, übst Atem- und Entspannungstechniken, lernst geburtserleichternde Positionen kennen und bekommst Tipps für das Wochenbett. Für werdende Mütter ist der Kurs eine Leistung der Krankenkasse; Partnerinnen und Partner können in der Regel gegen einen Eigenanteil teilnehmen.

Wo möchtest Du gebären?

Überlege Dir frühzeitig den Geburtsort: Klinik, Geburtshaus oder – nach sorgfältiger Beratung – eine Hausgeburt. Besichtige ruhig die Geburtsklinik oder das Geburtshaus, um ein gutes Gefühl zu bekommen. Deine Hebamme berät Dich gern.

Kliniktasche und Geburtsplan

Packe die Kliniktasche ab etwa der 34. SSW: Mutterpass, Ausweis, bequeme Kleidung, Pflegeartikel und Erstausstattung fürs Baby. In einem Geburtsplan kannst Du Deine Wünsche festhalten – etwa zur Schmerzlinderung oder zu wem Du bei Dir haben möchtest. Sieh ihn als Orientierung, nicht als starre Vorgabe.

Körper und Geist vorbereiten

Beckenbodenübungen, Dammmassage und Entspannungstechniken können die Geburt erleichtern. Genauso wichtig ist die innere Einstellung: Vertraue darauf, dass Dein Körper weiß, was zu tun ist.

Häufige Frage

Wann sollte ich den Geburtsvorbereitungskurs machen?

Idealerweise im dritten Trimester, etwa ab der 28. bis 30. SSW. Melde Dich aber früh an, da Kurse schnell ausgebucht sind.

Dammmassage – ab wann und wie

Die Dammmassage soll das Gewebe zwischen Scheide und After dehnbarer machen und kann die Wahrscheinlichkeit eines Risses oder Schnitts senken – besonders beim ersten Kind. Begonnen wird üblicherweise ab der 34. Woche, etwa fünf bis zehn Minuten täglich oder jeden zweiten Tag.

Praktisch: mit sauberen Händen und einem geeigneten Öl den Daumen etwa drei Zentimeter in die Scheide einführen und mit sanftem Druck nach unten und zu den Seiten dehnen, bis ein leichtes Spannungsgefühl entsteht – nicht bis zum Schmerz. Der Partner kann das übernehmen, viele empfinden es allein als einfacher. Eine warme Dusche oder ein Sitzbad vorher macht das Gewebe weicher. Nicht massiert wird bei vorzeitigen Wehen, bei Infektionen im Genitalbereich oder wenn die Fruchtblase gesprungen ist.

Bekomme ich zwangsläufig einen Dammschnitt?

Nein, im Gegenteil – der routinemäßige Dammschnitt gilt heute als überholt und wird nur noch bei klarer Indikation durchgeführt, etwa bei drohendem Sauerstoffmangel des Kindes. Ein kleiner natürlicher Riss heilt oft besser als ein Schnitt.

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