Der fünfte Schwangerschaftsmonat (17. bis 20. SSW) ist die Halbzeit Deiner Schwangerschaft. Jetzt steht eine der wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen an, und die meisten Frauen spüren ihr Baby nun deutlich. Hier liest Du, was diesen Monat besonders macht.
Die Entwicklung des Babys
Dein Baby ist am Ende des Monats etwa 25 Zentimeter groß und wiegt rund 300 Gramm. Eine schützende Käseschmiere (Vernix) bedeckt die Haut, erste Haare wachsen. Das Baby hört bereits Geräusche von außen und hat einen eigenen Schlaf-Wach-Rhythmus.
Das verändert sich bei Dir
Die ersten klaren Kindsbewegungen sind ein unvergesslicher Moment – anfangs wie ein leises Flattern. Der Bauch wölbt sich nun deutlich. Vereinzelt können Sodbrennen oder Rückenschmerzen auftreten, weil sich der Körperschwerpunkt verlagert.
Untersuchungen in diesem Monat
Zwischen der 19. und 22. SSW findet der zweite große Ultraschall statt. Bei dieser Feindiagnostik werden Organe, Wachstum und die Lage der Plazenta genau überprüft. Welche Termine sonst noch anstehen, zeigt Dir der Vorsorgeplan.
Häufige Frage
Was wird beim großen Ultraschall untersucht?
Die Organe des Babys, das Wachstum, die Fruchtwassermenge und der Sitz der Plazenta. Auch das Geschlecht ist jetzt meist eindeutig zu erkennen.
Zurück zum 4. Monat oder weiter zum 6. Monat (21.–24. SSW).
Du bist Dir nicht sicher, in welcher Woche Du gerade bist? Der SSW-Rechner sagt es Dir auf den Tag genau.
Woche für Woche: Die Einzelwochen dieses Monats – 17. SSW, 18. SSW, 19. SSW und 20. SSW.
Was zur Feindiagnostik gehört
Der zweite große Ultraschall ist mehr als ein Blick auf das Baby. Systematisch angesehen werden Kopf und Gehirnkammern, das Gesicht, die Wirbelsäule, das Herz mit seinen vier Kammern und den abgehenden Gefäßen, Zwerchfell, Bauchwand, Magen, Nieren und Blase sowie Arme und Beine. Dazu kommen Fruchtwassermenge, Sitz der Plazenta und die Messung des Wachstums.
Angeboten wird die Untersuchung in zwei Ausbaustufen: als reguläres Screening im Rahmen der Vorsorge und als erweiterte Feindiagnostik bei einem Spezialisten, die deutlich genauer hinschaut. Letztere zahlt die Kasse bei einem konkreten Anlass. Und ein Recht, das man kennen sollte: Du kannst ausdrücklich sagen, dass Du das Geschlecht nicht erfahren möchtest – sag es am besten vor dem Termin, nicht erst, wenn der Schallkopf schon aufliegt.
Was, wenn dabei etwas Auffälliges gefunden wird?
Dann folgt in der Regel eine Überweisung zur genaueren Abklärung, oft in ein Zentrum für Pränatalmedizin. Viele Auffälligkeiten bestätigen sich dort nicht oder erweisen sich als harmlose Normvariante. Du hast in jedem Fall Anspruch auf eine ausführliche Beratung, bevor weitere Schritte anstehen.
