Kaum steht das Essen auf dem Gartentisch, sind sie da: Wespen. Mit ein paar einfachen Tricks lässt sich der Sommerabend trotzdem entspannt genießen – ganz ohne Panik und wildes Wedeln. Hier erfährst Du, wie Du Wespen auf Abstand hältst.
So lockst Du Wespen gar nicht erst an
- Speisen und Getränke abdecken, besonders Süßes und Fleisch,
- Strohhalme nutzen und Gläser nach dem Trinken abdecken,
- klebrige Kinderhände und -münder nach dem Essen abwischen,
- Mülleimer geschlossen halten.
Ruhe bewahren
Das Wichtigste: nicht wild nach Wespen schlagen. Hektische Bewegungen machen die Tiere erst aggressiv. Bleibt ruhig, und scheuche eine Wespe höchstens sanft weg oder warte, bis sie von selbst abzieht.
Kinder schützen
Erkläre Deinem Kind ruhig, dass Wespen nicht stechen, wenn man sie in Ruhe lässt. Sollte es doch zu einem Stich kommen, findest Du die richtige Soforthilfe unter Bienen- und Wespenstiche behandeln.
Häufige Frage
Hilft ein Glas mit süßer Flüssigkeit als Wespenfalle?
Davon wird abgeraten – es lockt oft noch mehr Wespen an. Besser ist es, Süßes abzudecken und für Ablenkung in einer entfernten Ecke zu sorgen.
Wenn doch gestochen wird
Ein Wespenstich am Arm oder Bein ist unangenehm, aber harmlos. Kühlen lindert Schmerz und Schwellung am zuverlässigsten – ein Kühlpack im Tuch, nicht direkt auf die Haut. Der Stachel bleibt bei Wespen anders als bei Bienen normalerweise nicht stecken; ist doch einer zu sehen, streif ihn seitlich ab, statt ihn zu drücken.
Zwei Situationen sind anders und gehören sofort in ärztliche Hände: ein Stich im Mund oder Rachen, weil die Schwellung die Atemwege verlegen kann – hier sofort den Notruf wählen und das Kind währenddessen Eis lutschen lassen. Und Anzeichen einer allergischen Reaktion am ganzen Körper: Quaddeln fernab der Stichstelle, Atemnot, Schwindel oder Erbrechen. Beides ist selten, aber jede Minute zählt.
Warum sind Wespen im Spätsommer besonders lästig?
Im August und September lösen sich die Völker auf. Die Arbeiterinnen versorgen keine Brut mehr und suchen für sich selbst Zucker – deshalb sind sie dann an Kuchen und Saft, im Frühsommer dagegen kaum.
