Waldboden mit Farn, Eichel, Feder und Kieselstein im Streiflicht

Namen aus der Natur: 30 Vornamen nach Tieren, Pflanzen und Himmel

Namen mit Naturbezug haben eine Eigenschaft, die andere selten bieten: Ihre Bedeutung ist tatsächlich nachvollziehbar. Wo bei den meisten Vornamen eine unsichere Deutung aus dem Frühmittelalter steht, ist bei Luna, Merle oder Björn klar, was gemeint ist.

Hier findest Du 30 Vornamen mit Bezug zu Tieren, Pflanzen und Himmelskörpern.

Jungennamen

  • Aslantürkisch · der Löwe
  • Brunogermanisch · der Braune
  • Wolfgermanisch · der Wolf
  • Corvinlateinisch · der Rabe
  • Ulfaltnordisch · der Wolf
  • Arnealtnordisch · der Adler
  • Silvanlateinisch · der Waldbewohner
  • Björnaltnordisch · der Bär
  • Falkgermanisch · der Falke
  • Leongriechisch · der Löwe
  • Oriongriechisch · nach dem Sternbild
  • Ivogermanisch · die Eibe
  • Berndgermanisch · der Bär
  • Rasmusdänisch

Mädchennamen

  • Merleniederdeutsch · die Amsel
  • Linneaschwedisch · das Moosglöckchen
  • Floralateinisch · die Blume
  • Elvaaltnordisch · die Elfe
  • Silvalateinisch · der Wald
  • Auroralateinisch · die Morgenröte
  • Stellalateinisch · der Stern
  • Lunalateinisch · der Mond
  • Malvelateinisch · die Malve
  • Irisgriechisch · der Regenbogen
  • Marisolspanisch · Meer und Sonne
  • Astergriechisch · der Stern
  • Kalinaslawisch · der Schneeballstrauch
  • Vesnaslawisch · der Frühling
  • Nixeumstritten
  • Zeldagermanisch

Die drei großen Gruppen

Tiere. Der auffälligste Strang, vor allem bei Jungennamen germanischer Herkunft. Bär (Bruno, Björn, Bernd), Wolf (Wolf, Ulf), Adler (Arne), Falke (Falk), Löwe (Leon, Aslan, Ari). Dahinter steht eine alte Vorstellung: Der Name sollte eine Eigenschaft übertragen, Stärke oder Wachsamkeit. Bei Mädchennamen ist die Tierwelt seltener vertreten – Merle, die Amsel, ist eine der wenigen Ausnahmen.

Pflanzen. Fast durchweg Mädchennamen: Flora, Malve, Iris, Linnea, Kalina. Der schwedische Name Linnea hat eine hübsche Geschichte – er geht auf das Moosglöckchen zurück, das wiederum nach dem Naturforscher Carl von Linné benannt wurde. Der Name ist also eine doppelte Ehrung.

Himmel. Luna (Mond), Stella und Aster (Stern), Aurora (Morgenröte), Orion (Sternbild), Zora und Vesna aus dem Slawischen. Diese Gruppe wächst seit einigen Jahren am schnellsten.

Wenn der Name gleichzeitig ein Wort ist

Bei Naturnamen taucht eine Frage auf, die es sonst kaum gibt: Was, wenn der Name im Deutschen ein alltägliches Wort ist? Wolf, Iris und Merle sind eingeführte Vornamen, das funktioniert. Bei selteneren Wortnamen lohnt sich der Realitätstest: Sprecht den Namen in einem gewöhnlichen Satz aus – „Kannst Du bitte Iris holen?“ – und hört, ob es hakt.

Das Standesamt zieht hier ohnehin eine Grenze: Reine Sachbezeichnungen ohne Namenstradition werden abgelehnt. Etablierte Naturnamen wie die oben genannten sind davon nicht betroffen, weil sie seit Langem als Vornamen vergeben werden. Wie diese Prüfung genau abläuft, steht in unserem Beitrag Was das Standesamt erlaubt.

Naturnamen aus anderen Sprachen

Wer weiter suchen will, findet in fast jeder Sprache eine eigene Naturschicht: Yuki ist japanisch für Schnee, Deniz türkisch für das Meer, Marisol setzt sich im Spanischen aus mar (Meer) und sol (Sonne) zusammen, Kalina bezeichnet im Slawischen den Schneeballstrauch. Diese Namen sind in Deutschland selten genug, um aufzufallen, aber kurz genug, um problemlos zu funktionieren.

Namen merken, teilen, ausdrucken

Neben jedem Namen stehen zwei Schaltflächen:

  • ♡ Merken – legt den Namen auf Eure Liste. Unten erscheint eine Leiste mit der Anzahl.
  • ↗ Teilen – verschickt genau diesen einen Namen, etwa an den Partner: „Wie findest Du …?“

Die gesammelte Liste könnt Ihr als Link kopieren (der Empfänger sieht dieselbe Liste), per E-Mail verschicken oder ausdrucken – praktisch für den Küchentisch, wenn Ihr zu zweit aussortiert.

Gespeichert wird die Liste ausschließlich in Deinem Browser. Sie geht an keinen Server, wir sehen sie nicht, und es braucht kein Konto. Bei einem Gerätewechsel oder gelöschten Websitedaten ist sie weg – schick sie Dir dann vorher selbst als Link.

Zu den Bedeutungen: Namensdeutungen sind seltener eindeutig, als Ratgeber vermuten lassen. Viele Namen sind über Jahrhunderte durch mehrere Sprachen gewandert, manche Deutungen sind erst nachträglich entstanden. Wir nennen die gängige Herkunft – und lassen die Bedeutung weg, wo sie umstritten ist. Wer es genau wissen will, findet in der Fachliteratur oft mehrere Möglichkeiten.

Weitere Namenslisten

Alles, was Ihr gemerkt habt, sammelt sich auf Eurer Namensliste.

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