Akupunktur bei der Geburt – natürliche Schmerzlinderung

Akupunktur ist eine jahrtausendealte Methode aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, die auch rund um die Geburt eingesetzt wird. Sanft und ohne Medikamente kann sie helfen, Schmerzen zu lindern und Dich zu entspannen. Hier erfährst Du, wie das funktioniert.

Wie wirkt Akupunktur bei der Geburt?

Durch das Setzen feiner Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers soll der Energiefluss harmonisiert werden. Viele Frauen empfinden Akupunktur während der Wehen als wohltuend und entspannend. Sie kann die Schmerzwahrnehmung mildern und den Geburtsverlauf positiv begleiten.

Akupunktur zur Geburtsvorbereitung

Schon vor der Geburt wird Akupunktur eingesetzt: Ab etwa der 36. SSW bieten viele Hebammen wöchentliche Sitzungen an, die den Muttermund auf die Geburt vorbereiten sollen. Lass Dich von Deiner Hebamme beraten, ob das für Dich infrage kommt.

Worauf solltest Du achten?

Akupunktur sollte nur von geschultem Personal – etwa einer entsprechend ausgebildeten Hebamme oder Ärztin – durchgeführt werden. Die Wirkung ist individuell verschieden und nicht garantiert, Nebenwirkungen sind aber selten.

Häufige Frage

Tut Akupunktur weh?

Die feinen Nadeln verursachen meist nur ein leichtes Piksen oder ein Druckgefühl. Die meisten Frauen empfinden die Behandlung als angenehm.

Kosten – und was die Studien hergeben

Die geburtsvorbereitende Akupunktur ab der 36. Woche ist in der Regel eine Selbstzahlerleistung; pro Sitzung fallen meist zwanzig bis dreißig Euro an, bei vier bis fünf Terminen also ein überschaubarer Betrag. Einige Krankenkassen bezuschussen sie im Rahmen ihrer Satzungsleistungen – ein Anruf vorher lohnt sich. Wird Akupunktur während der Geburt von der Hebamme eingesetzt, entstehen dafür üblicherweise keine zusätzlichen Kosten.

Zur Wirksamkeit ist die Studienlage ehrlicherweise gemischt. Es gibt Hinweise darauf, dass sich die Eröffnungsphase verkürzt, die Ergebnisse sind aber uneinheitlich, und ein Placeboeffekt lässt sich bei einer so körpernahen Behandlung schwer herausrechnen. Was gut belegt ist: Nebenwirkungen sind selten, und viele Frauen empfinden die Sitzungen als wohltuend. Als ergänzende Methode ohne Risiko spricht wenig dagegen – als Ersatz für medizinisch notwendige Maßnahmen taugt sie nicht.

Kann Akupunktur die Geburt einleiten?

Nein, darauf sollte man nicht setzen. Die geburtsvorbereitende Akupunktur zielt auf die Reifung des Muttermundes, nicht auf das Auslösen von Wehen. Eine medizinisch notwendige Einleitung ersetzt sie nicht.

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