Wie läuft eine Geburt eigentlich genau ab? Diese Frage beschäftigt fast alle werdenden Eltern. Auch wenn jede Geburt anders ist, folgt sie doch einem typischen Muster in vier Phasen. Wenn Du weißt, was Dich erwartet, gehst Du ruhiger und selbstbewusster in den großen Tag. Hier erfährst Du Schritt für Schritt, wie die Geburt verläuft.
Woran erkennst Du, dass es losgeht?
Typische Anzeichen für den nahenden Geburtsbeginn sind das Abgehen des Schleimpfropfs („Zeichnen“), ein Blasensprung oder – das deutlichste Signal – regelmäßige, zunehmend kräftige Wehen. Bei einem Blasensprung oder regelmäßigen Wehen im Abstand von etwa fünf Minuten ist es Zeit, in die Klinik aufzubrechen.
Die vier Phasen der Geburt
- 1. Eröffnungsphase: die längste Phase. Die Eröffnungswehen öffnen den Muttermund nach und nach bis auf rund zehn Zentimeter. Hier helfen Bewegung, Atmung und Geduld.
- 2. Übergangsphase: eine kurze, oft besonders intensive Phase am Ende der Eröffnung – der Körper stellt sich auf das Pressen um.
- 3. Austreibungsphase: Mit den Presswehen schiebst Du Dein Baby aktiv durch den Geburtskanal, bis es geboren wird.
- 4. Nachgeburtsphase: Nach der Geburt löst sich die Plazenta und wird mit leichten Nachwehen geboren.
Wie lange dauert eine Geburt?
Beim ersten Kind dauert eine Geburt im Durchschnitt länger – nicht selten zwölf Stunden oder mehr –, bei weiteren Geburten oft deutlich kürzer. Verlässliche Vorhersagen gibt es nicht: Jede Geburt hat ihr eigenes Tempo.
Häufige Frage
Wann muss ich in die Klinik?
Bei regelmäßigen Wehen im Abstand von etwa fünf Minuten, bei einem Blasensprung oder bei Blutungen. Im Zweifel ruf in der Klinik oder bei Deiner Hebamme an.
Wie Du den Schmerz gut bewältigst, liest Du unter Was hilft gegen Geburtsschmerzen; einen Überblick über die Möglichkeiten gibt Geburtsarten.