Kreislaufprobleme im Wochenbett – Ursachen und Hilfe

Aufstehen – und plötzlich dreht sich alles: Kreislaufprobleme sind im Wochenbett keine Seltenheit. Nach der Geburt muss sich Dein Körper erst wieder einpendeln. Hier erfährst Du, woher der Schwindel kommt und was hilft.

Warum spielt der Kreislauf verrückt?

Die Geburt, ein gewisser Blutverlust, die Umverteilung der Körperflüssigkeit und nicht zuletzt Erschöpfung und Schlafmangel fordern Deinen Kreislauf. Typisch sind Schwindel, Schwarzwerden vor den Augen oder ein flaues Gefühl, besonders beim schnellen Aufstehen.

Was hilft?

  • Langsam aufstehen: erst aufsetzen, einen Moment warten, dann aufstehen.
  • Ausreichend trinken: Flüssigkeit stabilisiert den Kreislauf.
  • Auf Eisen achten: eine eisenreiche Ernährung unterstützt die Blutbildung nach dem Wochenfluss.
  • Hilfe holen: Steh in den ersten Tagen – gerade beim ersten Aufstehen nach der Geburt – nicht allein auf.

Wann zur Ärztin?

Anhaltender starker Schwindel, Ohnmacht, Herzrasen oder ausgeprägte Blässe sollten ärztlich abgeklärt werden – dahinter kann zum Beispiel ein Eisenmangel stecken.

Häufige Frage

Ist Schwindel im Wochenbett normal?

Leichter Schwindel in den ersten Tagen ist häufig und meist harmlos. Bei starken oder anhaltenden Beschwerden solltest Du aber Deine Hebamme oder Ärztin informieren.

Warnzeichen, die nicht warten dürfen

Neben harmlosem Schwindel gibt es im Wochenbett zwei Bilder, bei denen sofort gehandelt werden muss. Das erste ist die Thrombose: einseitige Schmerzen in Wade oder Oberschenkel, eine Schwellung im Vergleich zum anderen Bein, Überwärmung oder eine bläuliche Verfärbung. Das Risiko ist in den ersten Wochen nach der Geburt deutlich erhöht, besonders nach einem Kaiserschnitt.

Das zweite ist die Lungenembolie als mögliche Folge: plötzliche Atemnot, stechender Schmerz beim Einatmen, Herzrasen oder Bluthusten. Das ist ein Notfall – 112, ohne Zwischenschritt. Beides ist selten, aber beides wird im Wochenbett leicht der allgemeinen Erschöpfung zugeschrieben. Frühes Aufstehen, Bewegung und ausreichendes Trinken sind die wirksamste Vorbeugung; verordnete Thrombosespritzen gehören konsequent zu Ende gespritzt.

Wie viel Blutverlust ist im Wochenbett normal?

Der Wochenfluss ist anfangs kräftig und wird über Tage schwächer. Auffällig wird es, wenn Du mehr als eine Vorlage pro Stunde durchblutest, faustgroße Klumpen abgehen oder die Blutung nach dem Abklingen plötzlich wieder stark einsetzt – dann gehört es noch am selben Tag abgeklärt.

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