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Slawische Vornamen: 30 Namen mit Bedeutung

Slawische Namen sind in Deutschland präsenter, als vielen bewusst ist: Milan, Milena, Jana, Katja, Nadja gehören längst zum normalen Namensschatz. Der slawische Sprachraum reicht von Polen und Tschechien über den Balkan bis Russland – entsprechend groß ist die Bandbreite.

Hier findest Du 30 slawische Vornamen mit Herkunft und Bedeutung.

Jungennamen

  • Milanslawisch · der Liebe
  • Lukaslawisch
  • Marekpolnisch · Form von Markus
  • Januszpolnisch · Form von Johannes
  • Bogdanslawisch · von Gott gegeben
  • Radektschechisch · die Freude
  • Nikolaserbisch · Form von Nikolaus
  • Vitalirussisch · der Lebendige
  • Kazimirslawisch · der Friedensstifter
  • Wojciechpolnisch · der Krieger
  • Tomaszpolnisch · Form von Thomas
  • Borisslawisch · der Kämpfer
  • Draganserbisch · der Liebe
  • Jaromirslawisch

Mädchennamen

  • Milenaslawisch · die Liebe
  • Danicaslawisch · der Morgenstern
  • Zlataslawisch · das Gold
  • Vesnaslawisch · der Frühling
  • Kalinaslawisch · der Schneeballstrauch
  • Nadjarussisch · die Hoffnung
  • Ljubaslawisch · die Liebe
  • Janaslawisch · Form von Johanna
  • Bojanaserbisch
  • Radkatschechisch · die Frohe
  • Zoraslawisch · die Morgenröte
  • Anuschkarussisch · Form von Anna
  • Wandapolnisch
  • Katjarussisch · Kurzform von Katharina
  • Ladaslawisch
  • Mirkatschechisch

Was die Namen bedeuten – und warum das hier ausnahmsweise klar ist

Bei den meisten europäischen Namen ist die Bedeutung ein Rätsel aus dem Frühmittelalter. Bei slawischen Namen ist sie oft noch heute durchsichtig, weil die zugrunde liegenden Wörter in den lebenden Sprachen weiter existieren:

  • mil = lieb → Milan, Milena, Ljuba (von ljub, lieben)
  • zlato = Gold → Zlata
  • vesna = Frühling → Vesna
  • zora = Morgenröte → Zora, verwandt mit Danica, dem Morgenstern
  • bog = Gott, dan = gegeben → Bogdan, „von Gott gegeben“
  • mir = Friede oder Welt → Jaromir, Kazimir

Wer also einen Namen mit einer tatsächlich belegbaren Bedeutung sucht, wird hier eher fündig als bei germanischen oder keltischen Namen.

Aussprache und Schreibweise

Die slawischen Sprachen benutzen unterschiedliche Alphabete: Polnisch, Tschechisch, Slowenisch und Kroatisch schreiben lateinisch, Russisch, Serbisch, Ukrainisch und Bulgarisch kyrillisch. Namen aus dem kyrillischen Raum werden deshalb umgeschrieben – und zwar in jedem Land anders. Aus demselben Namen wird im Deutschen Katja, im Englischen Katya, im Französischen Katia.

Für die Eintragung heißt das: Ihr legt die Schreibweise fest, und sie gilt. Bei polnischen Namen mit Sonderzeichen (Wojciech, Łukasz) fragt vorher beim Standesamt nach, ob und wie die Zeichen übernommen werden.

Ein Hinweis zur Aussprache: Das polnische w klingt wie ein deutsches w, das j wie ein deutsches j – Wojciech spricht sich ungefähr „WOI-tschech“. Das tschechische c ist immer ein „z“, Radek also „RA-dek“, aber Vlasta beginnt hart.

Koseformen

Slawische Sprachen bilden Koseformen weit ausgiebiger als das Deutsche. Aus Anna wird Anuschka, Anja oder Anka; aus Katharina Katja, Kasia oder Katka; aus Maria Marija, Mascha oder Marika. Viele dieser Formen sind im deutschsprachigen Raum als eigenständige Namen eingetragen worden.

Wenn Ihr einen slawischen Namen in der Familie habt, lohnt es sich, nach den Koseformen zu fragen – oft findet sich darunter genau die Variante, die im deutschen Alltag am besten funktioniert.

Namen merken, teilen, ausdrucken

Neben jedem Namen stehen zwei Schaltflächen:

  • ♡ Merken – legt den Namen auf Eure Liste. Unten erscheint eine Leiste mit der Anzahl.
  • ↗ Teilen – verschickt genau diesen einen Namen, etwa an den Partner: „Wie findest Du …?“

Die gesammelte Liste könnt Ihr als Link kopieren (der Empfänger sieht dieselbe Liste), per E-Mail verschicken oder ausdrucken – praktisch für den Küchentisch, wenn Ihr zu zweit aussortiert.

Gespeichert wird die Liste ausschließlich in Deinem Browser. Sie geht an keinen Server, wir sehen sie nicht, und es braucht kein Konto. Bei einem Gerätewechsel oder gelöschten Websitedaten ist sie weg – schick sie Dir dann vorher selbst als Link.

Zu den Bedeutungen: Namensdeutungen sind seltener eindeutig, als Ratgeber vermuten lassen. Viele Namen sind über Jahrhunderte durch mehrere Sprachen gewandert, manche Deutungen sind erst nachträglich entstanden. Wir nennen die gängige Herkunft – und lassen die Bedeutung weg, wo sie umstritten ist. Wer es genau wissen will, findet in der Fachliteratur oft mehrere Möglichkeiten.

Weitere Namenslisten

Alles, was Ihr gemerkt habt, sammelt sich auf Eurer Namensliste.

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