Grüne Steilküste in Irland mit bemooster Trockenmauer über dem Atlantik

Irische und keltische Vornamen: 32 Namen mit Bedeutung und Aussprache

Irische Namen haben eine Besonderheit, die man vor der Entscheidung kennen sollte: Geschriebenes und Gesprochenes fallen weit auseinander. Saoirse spricht sich ungefähr „Sier-scha“, Niamh wie „Niew“, Aoife wie „Iefa“. Das ist kein Zufall, sondern folgt festen Regeln der irischen Rechtschreibung – nur eben nicht den deutschen.

Hier findest Du 32 Namen aus Irland, Schottland und Wales, mit Herkunft und Bedeutung.

Jungennamen

  • Finnirisch · der Helle
  • Liamirisch · Kurzform von William
  • Aidanirisch · das kleine Feuer
  • Declanirisch
  • Ronanirisch · die kleine Robbe
  • Cianirisch · der Alte
  • Eoinirisch · Form von Johannes
  • Kilianirisch · der Kämpfer
  • Brendanirisch · der Fürst
  • Callumschottisch · die Taube
  • Roryirisch · der rote König
  • Nolanirisch
  • Conoririsch
  • Fergusschottisch · der Starke
  • Owenwalisisch · der Jüngling
  • Duncanschottisch · der dunkle Krieger

Mädchennamen

  • Maeveirisch · die Berauschende
  • Saoirseirisch · die Freiheit
  • Niamhirisch · der Glanz
  • Fionaschottisch · die Helle
  • Aoifeirisch · die Schöne
  • Ciarairisch · die Dunkelhaarige
  • Bridgetirisch · die Erhabene
  • Erinirisch · alter Name für Irland
  • Sineadirisch · Form von Johanna
  • Islaschottisch · nach einer Hebriden-Insel
  • Elinwalisisch
  • Rhonaschottisch
  • Roisinirisch · kleine Rose
  • Sorchairisch · die Helle
  • Enyairisch
  • Morganewalisisch

Aussprache: die wichtigsten Fälle

Wenn Ihr einen dieser Namen ernsthaft in Betracht zieht, hilft eine ehrliche Vorab-Einschätzung. Diese Namen werden in Deutschland zuverlässig falsch gelesen:

  • Saoirse – „SIER-scha“. Bedeutet Freiheit, in Irland seit den 1920er-Jahren verbreitet.
  • Niamh – „Niew“ (ein Silbe, das mh wird zu einem w-Laut).
  • Aoife – „IE-fa“.
  • Sinead – „Schi-NEID“.
  • Roisin – „Ro-SCHIEN“.
  • Sorcha – „SOR-cha“, mit dem ch wie in „ach“.
  • Eoin – „OWEN“ beziehungsweise „Ohn“.

Unproblematisch sind dagegen die Namen, die über das Englische zu uns gekommen sind: Finn, Liam, Fiona, Erin, Isla, Ronan, Conor, Callum. Sie werden so gelesen, wie sie dastehen.

Daraus ergibt sich eine praktische Faustregel: Wer den Klang des Irischen mag, aber keine lebenslange Buchstabier-Routine will, greift zur zweiten Gruppe. Wer die Schreibweise bewusst will, sollte sich darauf einstellen, den Namen bei jeder Vorstellung einmal zu erklären – viele Eltern machen das gern, es gehört dann zur Geschichte des Namens.

Irisch, schottisch, walisisch

Die drei keltischen Sprachen sind verwandt, aber nicht identisch. Irisch und Schottisch-Gälisch stehen einander näher; Walisisch gehört zu einem anderen Zweig und klingt deutlich anders. In der Liste oben ist die jeweilige Herkunft angegeben.

Manche Namen existieren in mehreren Formen: Der irische Eoin, der schottische Iain und der englische John gehen alle auf Johannes zurück. Isla ist schottisch und nach einer Hebriden-Insel benannt, Erin ist ein alter dichterischer Name für Irland selbst.

Mythologie als Namensquelle

Auffällig viele irische Namen stammen aus der Sagenwelt. Maeve geht auf eine Königin der irischen Erzähltradition zurück, Niamh und Aoife sind Gestalten aus dem Sagenkreis um die Helden von Ulster. Wer Wert auf eine Geschichte hinter dem Namen legt, findet hier ungewöhnlich viel Material – die Erzählungen sind schriftlich seit dem Mittelalter überliefert.

Namen merken, teilen, ausdrucken

Neben jedem Namen stehen zwei Schaltflächen:

  • ♡ Merken – legt den Namen auf Eure Liste. Unten erscheint eine Leiste mit der Anzahl.
  • ↗ Teilen – verschickt genau diesen einen Namen, etwa an den Partner: „Wie findest Du …?“

Die gesammelte Liste könnt Ihr als Link kopieren (der Empfänger sieht dieselbe Liste), per E-Mail verschicken oder ausdrucken – praktisch für den Küchentisch, wenn Ihr zu zweit aussortiert.

Gespeichert wird die Liste ausschließlich in Deinem Browser. Sie geht an keinen Server, wir sehen sie nicht, und es braucht kein Konto. Bei einem Gerätewechsel oder gelöschten Websitedaten ist sie weg – schick sie Dir dann vorher selbst als Link.

Zu den Bedeutungen: Namensdeutungen sind seltener eindeutig, als Ratgeber vermuten lassen. Viele Namen sind über Jahrhunderte durch mehrere Sprachen gewandert, manche Deutungen sind erst nachträglich entstanden. Wir nennen die gängige Herkunft – und lassen die Bedeutung weg, wo sie umstritten ist. Wer es genau wissen will, findet in der Fachliteratur oft mehrere Möglichkeiten.

Weitere Namenslisten

Alles, was Ihr gemerkt habt, sammelt sich auf Eurer Namensliste.

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