Warmes Wasser ist eines der ältesten und angenehmsten Hausmittel gegen Schmerzen – auch unter der Geburt. Es entspannt die Muskulatur, beruhigt und kann die Wehen besser erträglich machen. Hier erfährst Du, wie warmes Wasser Dir helfen kann.
Wie warmes Wasser wirkt
Die Wärme entspannt den ganzen Körper, fördert die Durchblutung und hilft Dir, loszulassen. Viele Frauen empfinden eine warme Dusche auf dem unteren Rücken oder ein Bad in der Wehenphase als deutliche Erleichterung.
Dusche, Wanne oder Geburtspool
- Warme Dusche: der gezielte Wasserstrahl auf den Rücken lindert den Wehenschmerz.
- Badewanne: das Eintauchen entspannt rundum und nimmt Gewicht vom Körper.
- Geburtspool: Viele Kliniken und Geburtshäuser bieten die Möglichkeit einer Wassergeburt an.
Worauf achten?
Das Wasser sollte angenehm warm, aber nicht heiß sein (etwa Körpertemperatur). Ob ein Bad für Dich geeignet ist, hängt vom Geburtsverlauf ab – Deine Hebamme entscheidet das gemeinsam mit Dir.
Häufige Frage
Ist eine Wassergeburt sicher?
Bei unkompliziertem Verlauf gilt sie als sichere Option. Treten Besonderheiten auf, wirst Du gebeten, das Wasser zu verlassen.
Der richtige Zeitpunkt fürs Wasser
Wärme wirkt am besten, wenn die Geburt schon in Gang ist. Steigt man sehr früh in die Wanne – bei noch unregelmäßigen Wehen und kaum geöffnetem Muttermund –, kann die tiefe Entspannung die Wehen vorübergehend abschwächen. Hebammen empfehlen das Bad deshalb meist erst in der aktiven Eröffnungsphase, wenn die Wehen regelmäßig und kräftig kommen.
Auch die Dauer spielt eine Rolle: Ein bis zwei Stunden im Wasser sind üblich, danach lohnt ein Wechsel. Wer zu lange badet, wird mitunter müde und verliert an Kraft für die Austreibungsphase. Die Dusche ist dabei die unterschätzte Variante – sie lässt sich gezielt auf den unteren Rücken richten, ist jederzeit verfügbar und auch dann möglich, wenn eine Wanne belegt oder aus medizinischen Gründen ausgeschlossen ist.
Darf ich nach dem Blasensprung noch baden?
Das entscheidet die Hebamme im Einzelfall. Häufig ist es möglich, solange das Fruchtwasser klar ist, die Geburt in Gang ist und kein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Bei grünem Fruchtwasser oder Fieber ist das Bad ausgeschlossen.
