Notkaiserschnitt – Gründe, Ablauf und was er bedeutet

Ein Notkaiserschnitt klingt beängstigend – tatsächlich ist er aber vor allem eines: eine schnelle, sichere Lösung, wenn es während der Geburt plötzlich kritisch wird. Hier erfährst Du, wann er nötig ist und wie er abläuft, damit Du gut informiert bist, falls es so kommen sollte.

Wann ist ein Notkaiserschnitt nötig?

Anders als der geplante Kaiserschnitt wird der Notkaiserschnitt ungeplant und sehr dringend durchgeführt – immer dann, wenn akute Gefahr für Mutter oder Kind besteht. Mögliche Gründe sind:

  • ein deutlicher Abfall der kindlichen Herztöne,
  • ein Vorfall der Nabelschnur,
  • eine vorzeitige Ablösung der Plazenta,
  • ein Geburtsstillstand, bei dem die Geburt nicht weiter vorangeht.

Wie läuft er ab?

Beim Notkaiserschnitt zählt jede Minute – das Klinikteam ist darauf eingespielt. Besteht bereits eine PDA, kann diese verstärkt werden; bleibt keine Zeit, erfolgt eine Vollnarkose. Das Baby ist meist innerhalb weniger Minuten geboren.

Kein Grund für ein schlechtes Gewissen

Ein Notkaiserschnitt ist kein Versagen und nichts, was Du hättest verhindern können. Er ist eine medizinische Sicherheitsmaßnahme, die Dir und Deinem Baby das Wohlergehen sichert. Die Erholung verläuft ähnlich wie nach einem geplanten Kaiserschnitt.

Häufige Frage

Bin ich beim Notkaiserschnitt wach?

Das hängt von der Dringlichkeit ab: Ist eine rückenmarksnahe Betäubung möglich, bist Du wach. Muss es ganz schnell gehen, erfolgt eine Vollnarkose.

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