Kupferspirale oder Hormonspirale – beide gehören zu den zuverlässigen Langzeitmethoden, die über mehrere Jahre schützen, ohne dass Du im Alltag etwas tun musst. Sie unterscheiden sich aber deutlich in ihrer Wirkweise. Hier erfährst Du, was zu wem passt.
Die Kupferspirale
Die Kupferspirale wird in die Gebärmutter eingesetzt und gibt kontinuierlich Kupfer ab, das die Spermien hemmt und die Einnistung verhindert. Ihr großer Vorteil: Sie ist hormonfrei und schützt je nach Modell etwa fünf bis zehn Jahre. Bei manchen Frauen wird die Regelblutung dadurch stärker oder schmerzhafter.
Die Hormonspirale
Die Hormonspirale gibt das Hormon Gestagen direkt in der Gebärmutter ab. Sie zählt zu den sichersten Methoden und führt häufig zu schwächeren oder ausbleibenden Blutungen. Je nach Modell schützt sie etwa drei bis sechs Jahre.
Was beide gemeinsam haben
Beide Spiralen werden von der Frauenärztin eingesetzt und sind jederzeit wieder entfernbar – die Fruchtbarkeit kehrt danach rasch zurück. Welche Variante besser passt, hängt davon ab, ob Du hormonfrei verhüten möchtest und wie Deine Regel bisher verläuft.
Häufige Frage
Ist die Spirale auch für Frauen ohne Kinder geeignet?
Ja, moderne Spiralen gibt es auch in kleineren Größen für Frauen, die noch nicht geboren haben. Deine Ärztin berät Dich zur passenden Variante.
Wie das Einsetzen abläuft
Der Eingriff selbst dauert nur wenige Minuten und findet in der Praxis statt. Günstig ist der Zeitpunkt während oder kurz nach der Regelblutung: Der Muttermund ist dann weicher und leichter passierbar, außerdem lässt sich eine Schwangerschaft sicher ausschließen. Die Spirale wird zusammengefaltet über ein dünnes Röhrchen eingeführt und entfaltet sich in der Gebärmutter.
Ehrlich gesagt: Die meisten Frauen empfinden das Einsetzen als unangenehm bis schmerzhaft, ähnlich starken Regelschmerzen für ein bis zwei Minuten. Ein Schmerzmittel eine Stunde vorher hilft spürbar – frag ausdrücklich danach, das wird nicht immer von selbst angeboten. In den ersten Tagen sind Ziehen und Schmierblutungen normal. Nach vier bis sechs Wochen folgt eine Ultraschallkontrolle des Sitzes, danach genügt eine jährliche Kontrolle.
Kann die Spirale verrutschen, ohne dass ich es merke?
Selten, aber möglich – am ehesten in den ersten Monaten und während der Regel. Deshalb wird empfohlen, die Rückholfäden gelegentlich selbst zu ertasten. Sind sie plötzlich nicht mehr zu spüren oder deutlich länger, lass den Sitz kontrollieren und verhüte bis dahin zusätzlich.
