Erstausstattung fürs Baby: Was Du wirklich brauchst – und was nicht

Kaum ist die Schwangerschaft bekannt, beginnt das Sammeln von Listen. Und die meisten davon sind zu lang. Die ehrliche Wahrheit: Ein Neugeborenes braucht erstaunlich wenig – einen sicheren Schlafplatz, Kleidung, Windeln, etwas zum Wickeln und eine Möglichkeit, transportiert zu werden. Alles andere lässt sich nachkaufen, meistens innerhalb eines Tages.

Hier findest Du eine Liste, die zwischen „vor der Geburt da sein“ und „kann warten“ unterscheidet.

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Was vor der Geburt da sein sollte

Schlafen

  • Beistellbett, Wiege oder Kinderbett mit fester, gut passender Matratze
  • zwei Spannbettlaken
  • Schlafsack in der richtigen Größe – keine Decke, kein Kissen, keine Nestchen im ersten Lebensjahr. Worauf es dabei ankommt, steht im Ratgeber zum Babyschlafsack.

Kleidung (Größe 50/56, etwa 5–7 Stück je Teil)

  • Bodys mit Umschlagausschnitt – der lässt sich über den Kopf abstreifen, statt ihn hindurchziehen zu müssen
  • Strampler oder Hosen und Oberteile
  • Söckchen, ein bis zwei Mützchen
  • je nach Jahreszeit ein Overall oder ein Fußsack

Kauf hier bewusst wenig. Babys wachsen in den ersten Wochen schnell, und erfahrungsgemäß kommt zur Geburt ohnehin viel geschenkt.

Wickeln

  • Windeln Größe 1 oder 2 – zunächst nur ein Paket, Neugeborene wachsen schnell hindurch
  • Wickelunterlage, idealerweise abwischbar
  • weiche Waschlappen und warmes Wasser – mehr braucht die Haut am Anfang nicht
  • Wundschutzcreme

Unterwegs

  • Babyschale (Gruppe 0+) – ohne sie darfst Du die Klinik nicht mit dem Auto verlassen
  • Kinderwagen mit flacher Liegemöglichkeit oder Tragewanne
  • optional ein Tragetuch oder eine Tragehilfe

Füttern

  • Beim Stillen: ein Stillkissen* und Still-BHs. Alles Weitere ergibt sich – was tatsächlich hilft, steht im Ratgeber zum Stillen.
  • Bei Flaschennahrung: Flaschen, Sauger Größe 1 und eine Reinigungsbürste

Was warten kann

Diese Dinge stehen auf fast jeder Liste – und werden in den ersten Wochen selten gebraucht:

  • Wickelkommode: Eine Auflage auf einer vorhandenen Kommode tut es genauso.
  • Babybadewanne: In den ersten Wochen reicht Waschen mit dem Lappen. Und gebadet wird ohnehin selten.
  • Hochstuhl: Wird erst mit Beikost relevant, also frühestens ab etwa einem halben Jahr. Was dann zählt, steht im Hochstuhl-Ratgeber.
  • Spielzeug: Neugeborene brauchen keines.
  • Flaschenwärmer, Windeleimer, Babyphone mit Kamera: nützlich für manche, unnötig für viele. Erst kaufen, wenn Ihr merkt, dass es fehlt.
  • Schuhe: gar nicht. Wann die ersten Kinderschuhe nötig werden, dauert noch lange.

Gebraucht kaufen – wo es sich lohnt

Bei Kleidung, Kinderwagen und Möbeln ist Second Hand eine gute Wahl: Vieles wird nur wenige Monate genutzt. Zwei Ausnahmen solltest Du machen:

  • Matratze: Neu kaufen. Sie muss fest sein, exakt ins Bett passen und hygienisch einwandfrei.
  • Babyschale: Nur aus vertrauenswürdiger Hand mit bekannter Geschichte – nach einem Unfall darf ein Kindersitz nicht weiterverwendet werden, und das sieht man ihm nicht an.

Was viele vergessen

Nicht das Baby, sondern Euch: Stilleinlagen, Wochenbett-Binden, bequeme Kleidung, Essen im Haus. Die ersten Tage zu Hause sind anstrengend genug, ohne dass jemand einkaufen fahren muss. Was ins Wochenbett gehört, haben wir dort zusammengestellt.

Häufige Fragen

Wie viel kostet die Erstausstattung?

Das hängt fast vollständig davon ab, wie viel Ihr gebraucht kauft oder geschenkt bekommt. Der teuerste Posten ist die Kombination aus Kinderwagen und Babyschale – hier lohnt der Preisvergleich am meisten.

Wann soll ich anfangen zu kaufen?

Viele beginnen im zweiten Drittel. Fertig sein sollte alles etwa ab der 34. Woche – zusammen mit der Kliniktasche.

Welche Kleidergröße zuerst?

50/56 für die ersten Wochen. Kauf davon wenig und lieber eine Nummer größer nach – aus 50 wachsen manche Kinder in Tagen heraus.

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