Nicht jedes Baby kommt auf natürlichem Weg zur Welt – manchmal ist ein Kaiserschnitt der sicherste Weg. Ist er von vornherein absehbar, wird er geplant durchgeführt. Das nimmt viel von der Unsicherheit und macht den Ablauf gut vorbereitbar. Hier erfährst Du, wann ein geplanter Kaiserschnitt sinnvoll ist und wie er abläuft.
Wann wird ein Kaiserschnitt geplant?
Ein geplanter Kaiserschnitt (Sectio) kommt zum Beispiel infrage bei:
- Beckenendlage (das Baby liegt mit dem Po nach unten),
- einer Lage der Plazenta vor dem Muttermund (Placenta praevia),
- Mehrlingsschwangerschaften in bestimmten Konstellationen,
- einem vorausgegangenen Kaiserschnitt oder bestimmten Vorerkrankungen der Mutter.
Wie läuft der Eingriff ab?
Der Termin wird meist um die 38. bis 39. Schwangerschaftswoche gelegt. In der Regel erhältst Du eine rückenmarksnahe Betäubung (Spinalanästhesie oder PDA) und bist dabei wach – so kannst Du Dein Baby gleich nach der Geburt begrüßen. Über einen Bauchschnitt wird das Kind innerhalb weniger Minuten geboren; der gesamte Eingriff dauert etwa 30 bis 60 Minuten.
Die Zeit danach
Ein Kaiserschnitt ist eine Operation – die Erholung dauert länger als nach einer vaginalen Geburt. Plane im Wochenbett bewusst Schonung ein, nimm Hilfe an und überlaste die Narbe nicht. Deine Hebamme unterstützt Dich bei der Heilung.
Häufige Frage
Bekomme ich von der Operation etwas mit?
Schmerzen spürst Du dank der Betäubung nicht, wohl aber ein Ziehen und Druck. Da Du wach bist, kannst Du den Moment der Geburt bewusst miterleben.
Muss es schnell gehen, spricht man von einem Notkaiserschnitt. Einen Überblick über alle Wege gibt Geburtsarten.