Im achten Schwangerschaftsmonat (29. bis 32. SSW) wird es allmählich enger im Bauch – Dein Baby nimmt kräftig zu und dreht sich häufig schon in die Geburtsposition. Hier erfährst Du, was jetzt geschieht.
Die Entwicklung des Babys
Am Ende des Monats ist Dein Baby etwa 42 Zentimeter groß und wiegt rund 1.700 bis 2.000 Gramm. Die Lunge reift weiter, das Gehirn entwickelt sich rasant. Viele Babys liegen jetzt bereits mit dem Kopf nach unten – der idealen Position für die Geburt.
Das verändert sich bei Dir
Der Platz wird knapper, die Bewegungen Deines Babys fühlen sich dadurch anders an. Rückenschmerzen, Wassereinlagerungen und häufiger Harndrang sind typisch. Auch die Vorfreude – und manchmal die Aufregung – wächst spürbar.
Untersuchungen in diesem Monat
Zwischen der 29. und 32. SSW steht der dritte große Ultraschall an. Dabei werden Wachstum, Lage des Kindes und die Fruchtwassermenge kontrolliert.
Tipps für den achten Monat
- Stelle langsam die Kliniktasche zusammen.
- Besprich Deine Wünsche für die Geburt mit Deiner Hebamme.
Häufige Frage
Was, wenn mein Baby noch nicht mit dem Kopf nach unten liegt?
Bis zur 36. SSW drehen sich viele Babys von allein. Bleibt es in Beckenendlage, bespricht Deine Ärztin oder Hebamme die Möglichkeiten mit Dir.
Zurück zum 7. Monat oder weiter zum 9. Monat (33.–36. SSW).
Du bist Dir nicht sicher, in welcher Woche Du gerade bist? Der SSW-Rechner sagt es Dir auf den Tag genau.
Woche für Woche: Die Einzelwochen dieses Monats – 29. SSW, 30. SSW, 31. SSW und 32. SSW.
Anzeichen einer Frühgeburt
Weil die Lunge in diesen Wochen noch reift, zählt jeder Tag im Bauch. Umso wichtiger ist es, die Warnzeichen zu kennen: regelmäßige Wehen, die in kurzen Abständen wiederkehren und durch Ruhe nicht verschwinden; ein anhaltendes Ziehen im Rücken oder ein Druckgefühl nach unten; Blutungen; der Abgang von Flüssigkeit, die nach Blasensprung aussieht; und deutlich weniger Kindsbewegungen als gewohnt.
Im Zweifel gilt: anrufen, nicht abwarten. Das ist ausdrücklich erwünscht und kein Aufheben um nichts. Wird eine drohende Frühgeburt festgestellt, kann eine Lungenreifung mit Kortison gegeben werden – zwei Spritzen im Abstand von vierundzwanzig Stunden, die die Reifung deutlich beschleunigen und die Prognose des Kindes messbar verbessern. Genau deshalb ist es wertvoll, früh in der Klinik zu sein, statt eine Nacht abzuwarten.
Wie unterscheide ich Übungswehen von echten Wehen?
Übungswehen sind unregelmäßig, meist schmerzlos und lassen bei Ruhe oder einem warmen Bad nach. Echte Wehen kommen in gleichmäßigem Rhythmus, werden stärker und länger und verschwinden nicht durch Ausruhen. Mehr als vier bis sechs Kontraktionen pro Stunde vor 37+0 gehören abgeklärt.
