9. Monat (33.–36. SSW) – Endspurt, Mutterschutz & Geburtsplan

Der neunte Schwangerschaftsmonat (33. bis 36. SSW) steht ganz im Zeichen der Endspurt-Vorbereitung. Dein Baby ist fast vollständig entwickelt, und auch für Dich beginnt nun die Zeit, in der die Geburt rückt näher. Hier liest Du, was jetzt zählt.

Die Entwicklung des Babys

Am Ende des Monats ist Dein Baby etwa 47 Zentimeter groß und wiegt rund 2.500 Gramm. Die Organe sind weitgehend ausgereift, die Lunge macht die letzten Reifeschritte. Das Baby legt vor allem an Gewicht zu und liegt jetzt meist fest mit dem Kopf nach unten.

Das verändert sich bei Dir

Mit Beginn des Mutterschutzes – sechs Wochen vor dem errechneten Termin – startet Deine berufliche Auszeit. Senkwehen können das Baby tiefer ins Becken rutschen lassen, was das Atmen erleichtert, aber den Druck nach unten verstärkt.

Tipps für den neunten Monat

  • Packe die Kliniktasche fertig und lege die wichtigsten Unterlagen (Mutterpass, Personalausweis) bereit.
  • Überlege Dir einen Geburtsplan und besprich ihn mit Deiner Hebamme.
  • Ruh Dich aus und sammle Kraft für die Geburt.

Häufige Frage

Wann beginnt der Mutterschutz?

In der Regel sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin, also etwa ab der 34. SSW.

Zurück zum 8. Monat oder weiter zum 10. Monat (37.–40. SSW).

Du bist Dir nicht sicher, in welcher Woche Du gerade bist? Der SSW-Rechner sagt es Dir auf den Tag genau.

Woche für Woche: Die Einzelwochen dieses Monats – 33. SSW, 34. SSW, 35. SSW und 36. SSW.

Was in einen Geburtsplan gehört

Ein Geburtsplan ist keine Bestellung, sondern eine Verständigung darüber, was Dir wichtig ist – gerade für den Fall, dass Du unter der Geburt nicht viel sagen kannst. Er passt auf eine Seite. Sinnvolle Punkte sind: Wer begleitet Dich? Welche Schmerzlinderung möchtest Du – und welche ausdrücklich nicht, ohne dass gefragt wird? Wie stehst Du zu Wehentropf, Dammschnitt und Saugglocke?

Dazu die Zeit direkt nach der Geburt: Hautkontakt sofort und ungestört, spätes Abnabeln, wer die Nabelschnur durchtrennt, erstes Anlegen im Kreißsaal. Und schließlich die Fragen, die sonst im Moment untergehen: Willst Du bei einem Kaiserschnitt Deine Begleitperson dabeihaben? Soll das Kind bei Dir bleiben, wenn Du in den Aufwachraum kommst?

Formuliere in Wünschen, nicht in Bedingungen – und sprich ihn beim Anmeldegespräch durch. Ein Plan, den nur Du kennst, wirkt nicht.

Was, wenn nichts vom Plan eingehalten werden kann?

Das kommt vor, und es ist kein Scheitern. Ein Geburtsplan ist eine Willensbekundung für den Normalfall; wird es medizinisch eng, gelten andere Prioritäten. Frauen, die das vorher wussten, kommen mit Abweichungen erfahrungsgemäß deutlich besser zurecht.

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