Kurz nach der Geburt stellt sich für manche Eltern die Frage, ob sie das Blut aus der Nabelschnur aufbewahren oder spenden möchten. Es enthält wertvolle Stammzellen. Hier erfährst Du, worum es dabei geht und welche Möglichkeiten Du hast – ganz ohne Drängen, denn die Entscheidung liegt allein bei Dir.
Was ist das Besondere am Nabelschnurblut?
Das Blut in der Nabelschnur ist reich an Blutstammzellen. Diese können bei der Behandlung bestimmter schwerer Erkrankungen – etwa mancher Formen von Leukämie und Bluterkrankungen – zum Einsatz kommen und sind Gegenstand intensiver Forschung. Die Entnahme erfolgt nach der Geburt und ist für Mutter und Kind völlig schmerzfrei.
Einlagern oder spenden?
- Private Einlagerung: Das Nabelschnurblut wird kostenpflichtig für Dein eigenes Kind oder die Familie eingelagert.
- Öffentliche Spende: kostenlos – das Blut steht über eine Spenderdatei allen passenden Empfängern zur Verfügung.
Worauf solltest Du achten?
Die private Einlagerung ist eine Investition, deren konkreter Nutzen im Einzelfall ungewiss ist – informiere Dich in Ruhe über Chancen und Kosten. Wer spenden möchte, sollte sich frühzeitig anmelden, da nicht jede Klinik mit jeder Stammzellbank zusammenarbeitet. Sprich das Thema rechtzeitig mit Deiner Hebamme oder der Geburtsklinik an.
Häufige Frage
Muss ich mich vor der Geburt entscheiden?
Ja. Die Entnahme muss vorbereitet sein, daher solltest Du Dich rechtzeitig vor dem Termin informieren und anmelden.