Wenn der errechnete Termin überschritten ist, wächst bei vielen werdenden Müttern die Ungeduld – und die Frage: Kann ich die Geburt selbst ein wenig anstoßen? Es gibt sanfte natürliche Methoden und, bei medizinischer Notwendigkeit, die Einleitung in der Klinik. Hier erfährst Du, was sinnvoll ist und wovon Du die Finger lassen solltest.
Sanfte natürliche Methoden
Vorweg: Garantien gibt es nicht, und sinnvoll sind diese Methoden erst rund um den Termin. Beliebt und meist unbedenklich sind:
- Bewegung: Spaziergänge, Treppensteigen, sanftes Wippen auf dem Gymnastikball.
- Wärme und Entspannung: ein warmes Bad löst Anspannung.
- Brustwarzenstimulation: kann die Ausschüttung von wehenförderndem Oxytocin anregen.
- Geschlechtsverkehr: Sperma enthält Prostaglandine, die den Muttermund weich machen können.
Finger weg von Eigenexperimenten mit dem klassischen „Wehencocktail“ – er gehört nur unter Aufsicht von Hebamme oder Arzt angewendet.
Die medizinische Geburtseinleitung
Wird der Termin deutlich überschritten (meist ab der 41. Woche) oder gibt es medizinische Gründe, leitet die Klinik die Geburt ein – zum Beispiel mit Prostaglandinen (als Gel oder Tablette), einem Wehentropf mit Oxytocin, dem Lösen der Eihäute oder einem gezielten Blasensprung. Die Methode richtet sich nach Deinem Befund.
Geduld ist oft die beste Strategie
Eine leichte Überschreitung des Geburtstermins ist normal und meist unbedenklich. Ab der 41. Woche finden engmaschigere Kontrollen statt, sodass Du und Dein Baby gut überwacht seid.
Häufige Frage
Kann ich mit scharfem Essen die Wehen auslösen?
Ein verbreiteter Tipp, für den es aber keinen verlässlichen Beleg gibt. Schaden tut es in der Regel nicht – verlass Dich aber nicht darauf.