Die zarte Haut eines Babys braucht besondere Aufmerksamkeit – aber keine komplizierte Pflege. Oft gilt: Weniger ist mehr. Hier erfährst Du, worauf es bei der täglichen Babypflege ankommt, damit sich Dein Kind rundum wohlfühlt.
Sanfte Hautpflege
Babyhaut ist dünn und empfindlich. In den ersten Wochen genügt meist klares Wasser; auf parfümierte Produkte solltest Du verzichten. Bei trockenen Stellen hilft eine milde, für Babys geeignete Creme. Den Nabel hältst Du sauber und trocken, bis der Nabelschnurrest von selbst abfällt.
Baden – aber richtig
Ein- bis zweimal pro Woche baden reicht völlig, sonst trocknet die Haut aus. Achte auf eine Wassertemperatur von etwa 37 °C und eine kurze Badedauer. Halte Dein Baby sicher und sprich beruhigend mit ihm – so wird das Bad zum Wohlfühlmoment.
Die kleinen Dinge
- Nägel: erst nach einigen Wochen und am besten im Schlaf mit einer abgerundeten Babyschere kürzen.
- Po-Pflege: gründlich, aber sanft – mehr dazu beim Wickeln.
- Augen und Nase: bei Bedarf vorsichtig mit klarem Wasser reinigen.
Häufige Frage
Welche Pflegeprodukte braucht mein Baby wirklich?
Sehr wenige. Eine milde Waschlotion, eine pflegende Creme und eine Wundschutzcreme für den Po genügen in der Regel. Weniger Produkte bedeuten oft weniger Hautreizungen.
Der Nabel in den ersten Wochen
Der Nabelschnurrest trocknet ein und fällt meist zwischen dem fünften und fünfzehnten Lebenstag von selbst ab. Bis dahin gilt: sauber und trocken halten, mehr nicht. Kein Puder, keine Salbe, keine Desinfektion ohne Anweisung – all das hält Feuchtigkeit fest und verzögert das Abfallen. Die Windel wird darunter umgeschlagen, damit nichts scheuert.
Baden ist auch mit Nabelrest erlaubt, kurz und mit anschließendem sorgfältigem Abtrocknen. Etwas Blut oder eine leichte Kruste beim Abfallen sind normal. Aufmerksam werden solltest Du dagegen bei einer Rötung, die sich auf die Bauchhaut ausbreitet, bei übel riechender oder eitriger Absonderung, bei Schwellung oder wenn Dein Baby dabei fiebert oder auffällig schlapp wirkt – das gehört noch am selben Tag angesehen.
Wie warm sollte das Badewasser sein und wie prüfe ich das?
Etwa 37 Grad, also Körpertemperatur. Ein Badethermometer ist praktisch, der Ellenbogen reicht aber auch – die Hand ist zu unempfindlich. Und immer erst kaltes, dann warmes Wasser einlaufen lassen.
