Im zweiten Schwangerschaftsmonat (5. bis 8. SSW) legt Dein Baby in rasantem Tempo die Grundlagen für alle wichtigen Organe – und viele Frauen spüren jetzt die ersten deutlichen Anzeichen der Schwangerschaft. Hier liest Du, was in dieser spannenden Phase passiert.
Die Entwicklung des Babys
Aus dem Embryo entwickeln sich jetzt das Neuralrohr (die Anlage von Gehirn und Rückenmark), das Herz und erste Organknospen. Um die 6. SSW beginnt das winzige Herz zu schlagen und ist im Ultraschall oft schon als Flimmern zu erkennen. Es bilden sich kleine Knospen, aus denen Arme und Beine werden. Am Ende des Monats ist Dein Baby etwa 1,5 Zentimeter groß – ungefähr so wie eine Himbeere.
Das verändert sich bei Dir
Die Hormone laufen auf Hochtouren. Typisch sind jetzt morgendliche Übelkeit, Müdigkeit, Spannungsgefühle in der Brust und ein verändertes Geruchs- und Geschmacksempfinden. Diese Beschwerden sind unangenehm, aber meist ein gutes Zeichen für eine intakte Schwangerschaft.
Tipps für den zweiten Monat
- Steht der erste Frauenarztbesuch an: Dort wird die Schwangerschaft bestätigt und Du erhältst Deinen Mutterpass.
- Gegen Übelkeit helfen kleine, über den Tag verteilte Mahlzeiten und Ingwertee.
- Gönn Dir Ruhe – die Müdigkeit ist gerade jetzt völlig normal.
Häufige Frage
Ab wann sieht man den Herzschlag im Ultraschall?
In der Regel ab der 6. bis 7. SSW. Wird er etwas später sichtbar, ist das oft eine Frage des genauen Schwangerschaftsalters.
Zurück zum 1. Monat oder weiter zum 3. Monat (9.–12. SSW).
Du bist Dir nicht sicher, in welcher Woche Du gerade bist? Der SSW-Rechner sagt es Dir auf den Tag genau.
Woche für Woche: Was in diesem Monat genau passiert, steht in den Einzelwochen – 5. SSW, 6. SSW, 7. SSW und 8. SSW.
Der erste Termin in der Praxis
Der erste Vorsorgetermin liegt üblicherweise zwischen der 6. und 9. Woche – früher lohnt sich selten, weil vorher oft noch nichts sicher zu sehen ist. Beim Termin wird die Schwangerschaft per Ultraschall bestätigt, der Sitz in der Gebärmutter geprüft (um eine Eileiterschwangerschaft auszuschließen) und der Geburtstermin berechnet. Danach bekommst Du Deinen Mutterpass.
Mitbringen solltest Du die Versichertenkarte, den Impfpass – wegen des Rötelnschutzes – und, falls vorhanden, Befunde zu Vorerkrankungen sowie eine Liste Deiner Medikamente. Es lohnt sich, Fragen vorher aufzuschreiben: Der Termin ist voller neuer Informationen, und die eigenen Fragen fallen einem erfahrungsgemäß auf dem Heimweg wieder ein. Zum Blutbild gehören unter anderem Blutgruppe, Rhesusfaktor, Eisenwert und einige Infektionsuntersuchungen.
Muss ich zur Bestätigung schon einen Termin machen, wenn der Test positiv ist?
Nicht sofort. Bei unauffälligem Verlauf ohne Beschwerden reicht ein Termin in der 6. bis 9. Woche völlig. Sofort anrufen solltest Du bei Blutungen, starken einseitigen Schmerzen oder wenn Du dauerhaft Medikamente nimmst, die überprüft werden müssen.
