Laufen – Endlich auf zwei Beinen!

Das Laufen zählt zu den wichtigsten Entwicklungsschritten, die Dein Kind in seinem Leben absolvieren wird. Die Entwicklung dieser Fähigkeit braucht daher bei manchen Babys Zeit, weswegen Ungeduld und Frust durchaus an der Tagesordnung sein können. Unterstütze Dein Kind auf dem Weg zu seinen ersten Schritten und motiviere es, immer weiter zu lernen. Irgendwann werden die ersten Schritte ganz ohne Mamas Hand gelingen. Ab diesem Zeitpunkt sind Rennen, Springen und Turnen nicht mehr fern.

Wann es Zeit zum Laufen ist

Die kindliche Entwicklung verläuft sehr individuell. Alle Kinder sind verschieden und lassen sich nicht in vorgefertigte Muster oder Zeitpläne drängen. Wann Dein Kind also bereit für seine ersten Schritte ist, bestimmt es selbst. In der Regel findet dieser Entwicklungsschritt zwischen dem zehnten und dem 17. Monat statt. Es kann also bei manchen Kindern mehr als ein halbes Jahr länger dauern als bei anderen. Lasse Dich daher nicht auf Vergleiche oder Wettbewerbe mit anderen Müttern ein. Dein Kind verfolgt seinen eigenen Zeitplan und Du kannst stolz darauf sein.

Verzögert sich das Laufen so sehr, dass Du Dir Sorgen machst, sprich ruhig mit Deinem Kinderarzt. Er wird die motorischen Fertigkeiten Deines Kindes kontrollieren und Dir helfen.

Wie das Laufen funktioniert

Das gesamte erste Jahr wird für Dein Baby die Vorbereitung auf das Laufen darstellen. Kraftvolles Strampeln kräftigt die Beinmuskulatur, Hüpfen auf dem Schoß stärkt sie noch einmal mehr. Kann Dein Baby später Robben oder auch Krabbeln, ist schon viel geschafft.

Mit etwa zehn Monaten startet Dein Baby erste Versuche, sich an Möbeln oder auch an Dir hochzuziehen. Stolz steht es dann da und freut sich über seinen Erfolg. Auch das Strecken und Beugen der Knie wird Dein Kind während dieser Zeit trainieren.

Dein Kind wird nun immer sicherer an Deiner Hand stehen können. Die ersten Schrittchen sind an diesem Punkt sicher nicht mehr fern. Gönne Deinem Kind ruhig die Sicherheit Deiner Hand und lasse es üben. Auch an Tischkanten entlang trainieren viele Kinder das Laufen, bevor sie sich auf die ersten freien Schritte einlassen.

Irgendwann dann geht es los und plötzlich macht Dein Kind seine ersten wackeligen Schrittchen. Auch wenn dieser Versuch schon nach kurzer Zeit auf dem Po endet, setzt er dennoch den Startschuss für eine rasante Entwicklung. Die ersten Schritte sind für Eltern oft genauso emotional wie das erste Wort oder das erste Lächeln.

In den kommenden Monaten wird Dein Kind immer sicherer werden. Es lernt das Bücken und macht vielleicht bereits erste Tanzversuche. Mit weichen Lauflernschuhen kannst Du Dein Kind auch schon außerhalb Eures Hauses auf Erkundungstour schicken. Die meiste Zeit jedoch sollte Dein Kind ohne Schuhe das Laufen üben. Koordination und Gleichgewichtssinn werden so besser geschult.

Die Sinnhaftigkeit von Lauflernhilfen

Auch wenn es verlockend erscheint, Dein Kind mit einem „Gehfrei“ oder einem Laufwagen an die ersten Schritte heranzuführen, sind Experten nicht begeistert von dieser Idee. Die Muskulatur Deines Kindes wird sich nicht so stark und gleichmäßig entwickeln, wenn es sich in der Anfangszeit auf einen Wagen verlässt. Auch wenn es ohne Lauflernhilfe länger dauert, solltest Du Dich nicht aus Ungeduld für eine solche Alternative entscheiden.

Später dann kann ein Laufwagen für Bauklötze oder Puppen eine gute Trainingsmöglichkeit sein und dem Kind Anreize zum spielerischen Trainieren geben.

Sicherheit ist das A und O

Kann Dein Kind laufen, wirst auch Du immer mehr in Bewegung sein. Plötzlich wirst Du vollkommen neue Gefahren entdecken, die Du soweit wie möglich aus dem Weg schaffen möchtest. Deine Wohnung wirst Du mit Treppengittern und Eckenschutz-Polstern für Tische fit für ein laufendes Kleinkind machen. Denke auch an den Schutz höherliegender Steckdosen oder des Herdes. Sind Kinder einmal auf zwei Beinen unterwegs, erreichen sie vollkommen neue Dinge.

Dies gilt auch außerhalb Eures Zuhauses. An Straßen, Gräben oder Gewässern gilt nun verstärkte Vorsicht. Du wirst überrascht sein, zu welchen Geschwindigkeiten ein kleiner Mensch plötzlich fähig sein kann.

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